Millionenschweres Programm

Exzellenzuniversitäten: Diese zehn Standorte werden künftig gefördert

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

Die Universität in Bonn kann sich freuen: Sie bleibt für weitere sieben Jahre Exzellenzuniversität. (Symbolbild)

Bild: Julian Stratenschulte/dpa


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Bund und Länder wollen zehn Universitäten in Deutschland weiterhin im Rahmen der "Exzellenzstrategie" fördern. Welche das sind und warum es Kritik an der Förderung gibt.

Im Rahmen der Exzellenzstrategie fördern Bund und Länder zehn Universitätsstandorte weiterhin mit Millionensummen. Am Mittwoch (11. März) gab der Wissenschaftsrat bekannt, dass die ausgewählten Universitäten ab dem 1. Januar für weitere sieben Jahre Förderungen erhalten.

Die Strategie sieht vor, ausgewählte sogenannte "Exzellenzcluster", also Forschungsverbünde, und Exzellenzuniversitäten mit insgesamt jährlich 533 Millionen zu fördern. Ab 2026 erhöht sich das Budget auf 687 Millionen Euro pro Jahr.

Zu den geförderten Universitäten zählen:

  • RWTH Aachen

  • Universität Bonn

  • Berlin University Alliance (Verbund von FH, HU und TU Berlin)

  • TU Dresden

  • Universität Hamburg

  • Universität Heidelberg

  • KIT Karlsruhe

  • LMU München

  • TU München

  • Universität Tübingen

Universität Konstanz nicht mehr dabei

Die Universität Konstanz ist in diesem Jahr aus der Exzellenzförderung herausgefallen. Sie habe die für eine Weiterförderung geforderte Mindestanzahl an Exzellenzclustern nicht mehr erreicht, teilte der Wissenschaftsrat mit. Eine Prüfung der Unterlagen und Vor-Ort-Besuche hätten die Entscheidung bekräftigt, so der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Wolfgang Wick. Der Entscheidung lag eine Bewertung eines Wissenschafts-Gremiums zugrunde. Sie sei mit den Wissenschaftsminister:innen des Bundes und der Länder einstimmig getroffen worden.

Wie der Wissenschaftsrat und der Deutsche Forschungsgemeinschaftsrat in einer Pressemitteilung schreiben, fand der Exzellenzwettbewerb zum ersten Mal 2019 statt. Elf Universitäten wurden für eine dauerhafte Förderung ausgewählt, die alle sieben Jahre geprüft wird. Ab dem nächsten Jahr sollen bis zu fünf weitere Standorte gefördert werden können. Sie werden im Oktober bekanntgegeben.

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Kritik an der Exzellenzförderung

Wick, der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, lobte die Exzellenzstrategie als eine "Balance aus Verlässlichkeit und Dynamik". In der Pressemitteilung ist etwa von größerer internationaler Sichtbarkeit und einer wissenschaftlichen Leistungssteigerung die Rede.

Doch es gibt auch Kritik am Exzellenzprogramm, dessen geförderten Forschungsvorhaben es aus Sicht einiger Wissenschaftler:innen an Originalität mangele. Gegenüber der "Tagesschau" bemängelt der Professor Tilman Reitz, der sich im "Netzwerk Nachhaltige Wissenschaft" engagiert, die insgesamt mangelhafte Finanzierung des deutschen Wissenschaftssystems. Es sei "nicht in der Lage, international mitzuhalten". Statt eines Exzellenzwettbewerbs solle mehr Geld in die Grundausstattung der Hochschulen investiert werden.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Tagesschau: "Warum es Kritik am Uni-Wettbewerb gibt"

Gemeinsame Pressemitteilung von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft

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