Krise der Autobauer

Betriebsrat kritisiert VW-Führung: Mehr als 120.000 Stellen auf dem Spiel

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Job-Kahlschlag bei Volkswagen?

Videoclip • 01:47 Min • Ab 12


Im Zuge eines umfassenden Konzernumbaus plant Volkswagen den Abbau von mehreren Tausend Arbeitsplätzen weltweit. Der Konzernbetriebsrat kritisiert die aus seiner Sicht unzureichende Kommunikation des Unternehmens.

Das Wichtigste in Kürze

  • VW plant offenbar den Abbau von bis zu 120.000 Stellen.

  • Die Arbeitnehmer:innen werfen der Konzernführung fehlende Transparenz vor.

  • Der Aufsichtsrat hat die Pläne vorerst abgelehnt.

Beim Autobauer Volkswagen wächst der Unmut in der Belegschaft. Nach einem erfolglosen Ultimatum an Konzernchef Oliver Blume wirft der Konzernbetriebsrat der Unternehmensführung mangelnde Transparenz vor. Hintergrund sind Berichte über mögliche Werksschließungen in Deutschland und einen deutlich ausgeweiteten Stellenabbau.

Der Betriebsrat fordert Aufklärung und kündigt eine direkte Konfrontation mit dem Vorstand nach der Sommerpause an.

Bis zu 120.000 Arbeitsplätze fallen weg

Welche Maßnahmen das vom Aufsichtsrat zuletzt abgelehnte Sparpaket genau vorsieht, ist bislang nicht offiziell bekannt. Medienberichten zufolge könnte Volkswagen den Stellenabbau jedoch deutlich ausweiten. Demnach sollen weltweit bis zu 100.000 oder sogar 120.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Zudem sollen die Standorte Hannover, Emden, Zwickau sowie das Audi-Werk in Neckarsulm von einer möglichen Schließung betroffen sein.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" lehnten die Arbeitnehmervertreter:innen und das Land Niedersachsen das Sparpaket im Aufsichtsrat ab. Da auf der Kapitalseite derzeit ein Sitz unbesetzt ist, verfügten beide gemeinsam über die Mehrheit der Stimmen. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hatte bereits im Vorfeld erklärt, dass das Land Werksschließungen nicht als Lösung mittragen werde. Volkswagen äußerte sich nicht zu den Beratungen im Aufsichtsrat.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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