Zu hohe Steuern
Ryanair kürzt sein Angebot in Deutschland: Diese Stadt ist besonders betroffen
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von Valentin Kronberger:newstime
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Zu hohe Steuern und Gebühren drängen die Airline Ryanair aus Deutschland. Hunderttausende Sitzplätze sollen gestrichen werden. Eine Stadt trifft es besonders.
Das Wichtigste in Kürze
Ryanair streicht im nächsten Winterflugplan 700.000 Sitzplätze.
Vor allem am Flughafen Berlin-Brandenburg wird gekürzt.
An anderen Orten wird das Angebot ausgebaut.
700.000 Sitzplätze weniger - so viel will die Billig-Airline Ryanair im nächsten Winterflugplan in Deutschland einsparen. Das irische Unternehmen kündigt einen Rückgang um zehn Prozent im Vergleich zum vergangenen Winter an. Schuld sei die "exorbitante" Luftverkehrsteuer in Deutschland und hohe staatliche Gebühren.
Auch in den News:
Berlin am stärksten betroffen
Am stärksten ist der Flughafen Berlin-Brandenburg betroffen. Ryanair bezeichnet ihn als "erfolglosesten Flughafen Europas". Die Airline verlegt ihre Flugzeuge lieber in andere EU-Staaten - ohne Luftverkehrsteuer und mit niedrigeren Gebühren. Zum 24. Oktober schließt die Fluggesellschaft ihre Basis mit sieben Maschinen und deren Crews.
Weiterhin von Ryanair angeflogen wird Berlin trotzdem, aber nur mit der Hälfte des bisherigen Angebots. Zwölf Strecken werden ganz eingestellt, darunter Ziele wie Gran Canaria, Palermo oder Thessaloniki. Die Passagier:innen erwarten höhere Preise und weniger Auswahl.
Hier baut Ryanair sein Angebot aus
Auch in Hamburg streicht die Airline, wo es rund fünf Prozent der Sitze trifft. An anderen Orten werden die Kapazitäten dagegen erhöht: In Memmingen und Köln wird das Angebot ausgebaut, Saarbrücken sowie Friedrichshafen kommen neu in den Winterflugplan von Ryanair hinzu.
Die Betreibergesellschaft des Berliner Flughafens teilt mit, dass andere Airlines dort wachsen. Von den zwölf gestrichenen Ryanair-Verbindungen können von anderen Fluggesellschaften sechs übernommen werden.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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