Für die Heißluft-Fritteuse
Airfryer-Öle: Warum sich teure Sprüh-Öle laut Stiftung Warentest nicht lohnen
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Das ist die beste Heißluft-Fritteuse
Videoclip • 01:38 Min • Ab 12
Stiftung Warentest hat sieben Speiseöl-Sprays getestet, die speziell für den Einsatz in Airfryern deklariert sind. Drei der Sprühbehälter enthielten Olivenöl, die anderen vier Sonnenblumen- oder Rapsöl.
Das Wichtigste in Kürze
Stiftung Warentest hat Airfryer-Öle untersucht.
Von den sieben Sprühbehältern waren drei mit Olivenöl gefüllt.
Für den Test wurden naturbelassene Tofu-Würfel mit den Ölen besprüht und anschließend im Airfryer zubereitet.
Lebensmittel knusprig, aber fettarm und energiesparend zu garen: Dafür sind Airfryer bekannt. Ohne literweise Fett zu benötigen wie eine klassische Fritteuse, bereiten sie Pommes, Nuggets oder Teigwaren allein mit heißer Luft zu, die per Ventilator im Kreis durch die Garkammer wirbelt.
Damit das Essen auch ansehnlich gebräunt aus der Heißluft-Fritteuse kommt, hilft es, vorab zumindest ein ganz klein wenig Öl auf die Lebensmittel aufzutragen. Wie die Werbung suggeriert, eignet sich dafür am besten ein gleichmäßiger Nebel aus Sprüh-Öl. Stiftung Warentest hat sieben solcher Öle speziell für Airfryer genauer unter die Lupe genommen. Drei davon enthielten Olivenöl, die restlichen weitere Pflanzenöle wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl.
Gewürzmischungen, Schalen, vorgeschnittene Papiere: Für Airfryer gibt es mittlerweile viele Zusatzprodukte.
Bild: Christian Charisius/dpa/dpa-tmn
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Geprüft wurde, wie sich die Sprühnebel verteilen. Dazu besprühten die Tester:innen aus 20 Zentimeter Abstand große Papiere und betrachteten die Sprühflecke auf einem Durchleuchtungstisch. Wie sich zeigte, gab ein Pumpspray pro Sprühstoß besonders wenig Öl ab: nur etwa 0,2 Gramm.
Den Hitzetest bestanden alle sieben Aifryer-Öle. In puncto Schadstoffe schnitten vier der sieben Produkte besser als die anderen ab, waren jedoch auch nicht ganz unbelastet: Die Stiftung Warentest wies auch dort geringe Mengen Mineralölbestandteile (MOSH) nach.
Teure Sprüh-Öle für Airfryer unnötig
Nur knapp unter dem in der EU zulässigen Grenzwert für Glycidyl-Ester lag das Bellasan Bratolivenölspray von Aldi (14,95 Euro / Liter). Das Airfryer Ölspray Olivenöl von Aérfry Pro (69,95 Euro / Liter) enthielt sowohl den Weichmacher DBP als auch erhöhte MOSH-Werte.
Geschmacklich überzeugten die teuren Sprüh-Öle die Tester:innen nicht. Im Vergleich zu günstigen Speiseölen stellten sie keinen signifikanten Unterschied fest und auch keinen markanten zwischen den Sprays aus Olivenöl und Rapsöl. Während die getesteten Sprays zwischen 12,45 und fast 70 Euro je Liter kosteten, ist Rapsöl ab 1,59 Euro pro Liter erhältlich. Das dünne Auftragen mit einem Pinsel oder das Beigeben zur Marinade bringen Stiftung Warentest zufolge vergleichbar gute Geschmacksergebnisse.
Verwendete Quellen:
test.de: "Airfryer-Öl im Test: Warum sich teure Sprüh-Öle nicht lohnen"
Nachrichtenagentur dpa
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