Kaloriengehalt und Nährwert
Alternative zu Brot: Wie gesund ist Knäckebrot wirklich?
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Lebensmittel bald ohne Mehrwertsteuer?
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Wie gut ist der Verzehr von Knäckebrot für die Gesundheit? Lässt sich mit Knäcke abnehmen? Das sind die größten Vor- und Nachteile.
Das Wichtigste in Kürze
Knäckebrot gilt als gesunde Alternative zu Brot. Ist das berechtigt?
Der Ballaststoffgehalt von Knäcke ist besonders hoch.
Bei der Herstellung entsteht jedoch eine bedenkliche chemische Verbindung.
Knäckebrot ist eine der ballaststoffreichsten Brotsorten, die es in Deutschland gibt. Das meldet das Medizinportal "gesundheit.de". Im Vergleich zu anderen Brotsorten ist Knäckebrot außerdem reich an Mineralien.
Wegen des hohen Ballaststoffgehalts, der verdauungsregulierend und stabilisierend wirkt, beugt Knäckebrot Darmerkrankungen und Verstopfungen vor. Auch bei Durchfall ist der Verzehr von Knäckebrot hilfreich.
Wie gesund ist Knäckebrot wirklich?
Bild: Kai Remmers/dpa-tmn
Ballaststoff-Wunder, aber auch belastet
Bis zu 17 Gramm Ballaststoffe sind in 100 Gramm Knäckebrot enthalten. Im Vergleich dazu haben 100 Gramm Roggenvollkornbrot lediglich acht Gramm Ballaststoffe. Bei zu starkem Verzehr von Knäckebrot kann es jedoch zu Blähungen kommen.
Zudem enthält Knäckebrot wie Chips, Pommes und einige Kekssorten eine hohe Menge an Acrylamid. Diese chemische Verbindung entsteht vorwiegend beim starken und langen Erhitzen von kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln.
Krebserregende Substanz entsteht beim Backen
Acrylamid steht nach Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unter dem Verdacht, krebserregend zu sein, heißt es weiter. Deshalb hat die Europäische Union gesetzlich bestimmt, dass Lebensmittelhersteller ab April 2018 bei der Produktion von Knäckebrot bestimmte Vorgaben in Bezug auf das Erhitzen der Lebensmittel beachten müssen.
Sicherheitshalber sollte Knäckebrot deshalb nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen, empfiehlt der Beitrag, und nicht als tägliches Abendbrot oder Frühstück dienen.
Knäckebrot so vielfältig wie nie
Das in Schweden erfundene Knäckebrot wurde ursprünglich nur auf der Basis von Roggen hergestellt, aber stets mit Vollkornmehl. Mittlerweile gibt es Knäckebrot aus unterschiedlichen Getreidesorten wie zum Beispiel Dinkel, Hafer oder Amaranth.
Der Kaloriengehalt und die Nährstoffe von Knäckebrot variieren entsprechend je nach Sorte. Eine Scheibe Vollkornbrot (15 Gramm) enthält 50 kcal, 100 Gramm enthalten 333 kcal. Kohlenhydrate sind pro Scheibe zehn Gramm enthalten, davon zwei Gramm Ballaststoffe und ein Gramm Zucker. Der Fettanteil beträgt 0,2 Gramm. Ein Gramm sind Proteine, an Mineralstoffen kommen im Milligramm-Bereich Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen vor.
Auch in den News:
Ballaststoffe im Knäckebrot sorgen für Sättigungsgefühl
Auch wenn der Kaloriengehalt von Knäckebrot gar nicht so niedrig ist, wirkt sich der hohe Ballaststoffanteil in Vollkorn-Knäckebrot positiv auf das Essverhalten aus. Das schreibt das Gesundheitsmagazin der AOK. Demnach sättigt Vollkorn-Roggen-Knäckebrot im Vergleich zu Weizenbrot besser.
Die Personen, die Knäckebrot aßen, hatten in Studien im Vergleich zu denjenigen, die Weizenbrot zu sich nahmen, weniger Hunger und Appetit aufs Essen. Dadurch nahmen sie bei der nächsten Mahlzeit weniger Kalorien zu sich.
Verwendete Quellen:
gesundheit.de: "Knäckebrot – eine gesunde Alternative zu Brot?"
aok.de: "Ist Knäckebrot gesund und zum Abnehmen geeignet?"
Nachrichtenagentur dpa
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