Tarifkonflikt in Bayern

Weitere Warnstreiks in Bayern: Erneute Ausfälle im Nahverkehr

Veröffentlicht:

von Magdalena Fürst

Zwei Verdi-Streikende tragen Warnwesten mit der Aufschrift "Ohne uns - kein Verkehr".

Bild: Peter Kneffel/dpa


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Bamberg macht mit einem zweitägigen Warnstreik den Anfang. Zwischendurch soll dort der Busverkehr komplett ruhen. Auch in anderen Städten kann es zu Ausfällen kommen.

Warnstreiks im Nahverkehr gehen weiter

Die Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr gehen auch in den Faschingsferien weiter. In Bamberg hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten für Dienstag und Mittwoch aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass es zu weiteren Aktionen in anderen Städten kommt. In diesem Fall will Verdi rechtzeitig informieren.

In Bamberg kündigten die Stadtwerke einen Notfahrplan der Linien 935 bis 938 an, die von 6.00 bis 20.00 Uhr jeweils im Stundentakt vom ZOB starten sollen. Am Faschingsdienstag fällt aber auch dieser Notfahrplan zwischen 13.00 und 16.00 Uhr aus, weil Straßen für den Faschingsumzug gesperrt sind.

Aktion in den Ferien soll Schüler schonen

Den Warnstreik in den Ferien begründete Verdi mit Rücksicht auf die Fahrgäste. Insbesondere sei der Schülerverkehr dadurch nicht betroffen.

Ende vergangener Woche war die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den bayerischen Nahverkehr ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Damals hieß es: "Die Warnstreiks müssen bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. März ausgeweitet werden." Dies gelte ausdrücklich auch für die Gebiete außerhalb der Ballungsräume. Seit Anfang Februar hatte die Gewerkschaft bereits in mehreren Städten zu Warnstreiks aufgerufen.

Verdi kritisiert Stillstand

Verdi spricht von "Stillstand" bei den Verhandlungen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern betonte hingegen, dass er weiter mit der Gewerkschaft an einer Lösung arbeiten wolle.

Die Arbeitgeber bieten Entgeltsteigerungen von insgesamt 5 Prozent in zwei Schritten bei einem Mindestbetrag von 110 Euro. Die Gewerkschaft fordert hingegen rund 670 Euro mehr Geld sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. 

Die Arbeitgeber bezeichnen diese Forderung als "nicht erfüllbar". In der aktuellen finanziellen Lage der Kommunen würden derartige Steigerungen bei den Personalkosten "zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots" führen.

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Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa


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