Gegenangriff auf Russland
Ziel Moskau: Ukraine baut ballistische Rakete
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Neue ukrainische Super-Rakete bedroht Moskau
Videoclip • 01:24 Min • Ab 12
Das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point entwickelt eine ballistische Rakete, die Ziele in einer Entfernung von 855 Kilometern erreichen kann. Die FP-9 soll größer sein als die russische ballistische Rakete Iskander-M.
Das Wichtigste in Kürze
Die Ukraine plant, selbst ballistische Raketen herzustellen.
Die FP-9 ist eine Weiterentwicklung des Marschkörpers FP-5 Flamingo des Unternehmens Fire Point.
Schon bald soll einen Medienbericht zufolge der erste Testflug zu einem Ziel in Moskau folgen.
Die Ukraine entwickelt eine eigene ballistische Rakete. Das meldet "welt.de" unter Berufung auf Denys Shtilerman, den Chefkonstrukteur und Mitbegründer von Fire Point. Bei Fire Point handelt es sich dem Bericht zufolge um ein ukrainisches Start-up, das erst 2022 gegründet wurde und bereits mehr als 6.000 Beschäftigte hat. Derzeit erweitere Fire Point seine Produktion und entwickele aktuell auch eine ballistische Rakete.
Mit dem Modell FP-5 Flamingo setzt das Unternehmen bereits einen vom Boden aus gestarteten Marschflugkörper ein, der eine Reichweite von bis zu 3.000 Kilometer habe, heißt es weiter. Der Marschflugkörper habe ein Gewicht von 6.000 Kilogramm und einen 1.150 Kilogramm schweren Gefechtskopf und sei damit einer der weltweit größten Sprengköpfe.
Auch in den News:
Ukraine attackiert Russland zunehmend mit selbst entwickelten Waffen
Am 26. Juni hatte die Ukraine eigenen Angaben nach eine Rüstungsfabrik in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpers des Typs Flamingo angegriffen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf den ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte, wurden damit Anlagen des Betriebs Titan-Barrikady getroffen und in Brand gesetzt. In der Fabrik würden Artilleriesysteme und auch Elemente für die Abschussrampen von Raketen produziert, schrieb Selenskyj auf Telegram.
Mit Ausnahme des Feststofftriebwerks, bei dem noch Bodentests anstehen, hat Fire Point zufolge bei der ballistischen Rakete inzwischen alle wesentlichen Entwicklungsmeilensteine erreicht. Nach einer erfolgreichen Prüfung des Triebwerks könne schon bald der erste Testflug zu einem Ziel in Moskau folgen, sagte Shtilerman im ukrainischen YouTube-Kanal Pressing.
Testflug der ballistische Rakete schon bald nach Moskau
Die Rakete hat dem Bericht nach eine Länge von 9,5 Metern und einen Durchmesser von 1,1 Metern: Damit sei sie größer als die russische ballistische Rakete Iskander-M. Bisher gebe es gegen eine so schnell fliegende ballistische Rakete kaum Abwehrmöglichkeiten, sagte der Fire-Point-Chefkonstrukteur.
Die Marschflugkörper im aktuellen ukrainischen Arsenal könnten die großen Distanzen nicht mit einem gewaltigen Gefechtskopf überwinden und dabei die gestaffelte Luftverteidigung rund um Moskau durchdringen. Deshalb sei die ballistische Flugbahn die einzig praktikable Methode zur Bekämpfung von Zielen in diesem Entfernungsbereich.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
welt.de: "Putins neuer Albtraum – Hier entsteht, wovor Europa jahrelang zurückschreckte"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Künstliche Intelligenz in Unternehmen
KI statt Mitarbeiter: Warum Automatisierung für Unternehmen plötzlich teurer wird

Bio-Produkte liegen vorn
Schimmelpilzgifte in BBQ-Sauce: Öko-Test kritisiert beliebte Marken

Kollision nur knapp abgewendet
Beinahe-Zusammenstoß über Antalya: Boeing-Jets kommen sich bis auf 150 Meter nahe

Hinweise nach Ausstrahlung
"Aktenzeichen XY": Hinweise bringen Bewegung in alte Mordfälle

Ungewöhnliche Partnerschaft
So platzierte Wolfgang Grupp ein Testgeschäft im Erdbeerfeld

Erneuerbare Energien
Solarenergie in Deutschland: Ausbauziel erreicht, nächste Etappe wird anspruchsvoller


