Strukturelle Probleme in der FDP?
Vernichtende Experten-Kritik: Darum ist die FDP ein "Sicherheitsrisiko" für Deutschland
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Lindner präsentiert neuen FDP-General
Videoclip • 16:16 Min • Ab 12
Erst der Bruch der Ampel, dann die "D-Day"-Enthüllungen - die FDP gerät kurz vor den Neuwahlen in Erklärungsnot. Der Politologe Wolfgang Schroeder wirft der Partei indes strukturelle Defizite vor. Sind die Liberalen nicht regierungsfähig?
Das Wichtigste in Kürze
Die FDP sorgt seit ihrem Austritt aus der Ampel-Koalition für Schlagzeilen - zuletzt mit dem sogenannten D-Day-Papier.
Der Politologe Wolfgang Schroeder spricht vor diesem Hintergrund von einem strukturellen Problem in der Partei.
Für die gegenwärtige Krise machte er Parteichef Christian Lindner verantwortlich.
Der Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder hat der FDP nach dem Ampel-Aus und dem sogenannten D-Day-Skandaleinen "Strukturdefekt" vorgeworfen. "Diese Partei ist von der handwerklichen Seite nicht regierungsfähig und als nicht regierungsfähige Partei, die dann doch in diesen Gefilden sich tummelt, ist sie natürlich in höchstem Maße ein Sicherheitsrisiko für dieses Land", kritisierte er im :newstime-Interview.
Seine Kritik untermauerte der Politologe auch mit konkreten Beispielen: In der Koalition mit der CDU unter Angela Merkel von 2009 bis 2013 habe die FDP die schlechtesten Umfragewerte gehabt, die ein Partner einer Regierungskoalition je gehabt habe. "2017 hat die FDP die Jamaika-Koalition, die schon fast spruchreif war, in die Sackgasse gefahren und 2021 bis 2024 wieder eine Koalition, die unter ihrer Beteiligung zerbrochen ist", erinnerte Schroeder. Sein Fazit: "Es ist eine Pathologie einer Partei, die handwerklich, strukturell nicht in der Lage ist, auf der höchsten Ebene unseres Landes mitzuspielen."
FDP-Krise "ein Kind von Lindner"
Für den Wirbel um die Partei macht Schroeder besonders eine Person verantwortlich: Parteichef Christian Lindner. Die Krise sei ein ein Führungsversagen zurückzuführen. Die Partei sei schließlich auf ihn zugeschnitten. "Lindner hat die zentrale Führungsverantwortung und in diesem Sinne ist das, was wir jetzt erleben, ein Kind von Lindner", stellte der Experte klar.
Der Fisch stinkt vom Kopf und die zentrale Verantwortung liegt bei Lindner.
"Der Fisch stinkt vom Kopf und die zentrale Verantwortung liegt bei Lindner", fügte Schroeder hinzu. "Lindner nimmt alles entgegen, wenn es gut läuft. Und wenn es schlecht läuft, hat es nichts mit ihm zu tun. Das ist genau das Gegenteil von Führungsverantwortung."
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