Nach Trump-Zoff

Vance mahnt Papst Leo: Kritik am Iran-Krieg nicht "in Wahrheit verankert"?

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

:newstime

Trump attackiert den Papst (13. April)

Videoclip • 59 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Der Streit über den Iran-Krieg zwischen Washington und dem Vatikan geht weiter: Der US-Vizepräsident JD Vance suggeriert, ausgerechnet Papst Leo würde das Christentum missverstehen.

Vorgänger Papst Franziskus hatte JD Vance im April 2025 noch persönlich besucht – nun widerspricht der US-Vizepräsident der Kritik des aktuellen Pontifex Leo XIV. am Iran-Krieg deutlich. Der bekennende Katholik Vance stellte auf einer Veranstaltung von Turning Point USA klar, dass er den Papst bewundere und auch Aussagen zur Weltpolitik akzeptiere. Jedoch suggerierte der Republikaner, die Kritik des Oberhaupts der Katholischen Kirche sei nicht "in der Wahrheit verankert".

Leo XIV. hatte in einem Posting erklärt, dass Gott keinen Konflikt segne. Wer ein Jünger Christi, des "Fürsten des Friedens", sei, stehe "niemals auf der Seite derjenigen, die das Schwert führen und Bomben abwerfen". Vance griff diese Aussage auf – und fragte, wie man das sagen könne. Dann schob er hinterher, ob diese Aussage auch für den Zweiten Weltkrieg gelte. Damit spielte er offenbar auf die Befreiung von der Nazi-Tyrannei durch die Alliierten an.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

An Leo XIV. richtete der Republikaner dann eine direkte Botschaft: "In derselben Weise, wie es wichtig ist, dass der Vizepräsident der Vereinigten Staaten vorsichtig ist, wenn er über Fragen der öffentlichen Politik spricht, ist es, denke ich, sehr, sehr wichtig, dass der Papst vorsichtig ist, wenn er über Fragen der Theologie spricht." Laut Vance müsse man sicher sein, dass das Gesagte "in der Wahrheit verankert" sei. Dies lässt sich als Vorwurf interpretieren, der Papst würde seine eigene Religion nicht richtig auslegen.

Mit dem Vatikan befindet sich Washington bereits seit Ausbruch des Iran-Kriegs im Clinch. Der Papst hatte den Krieg grundsätzlich verurteilt, woraufhin US-Präsident Donald Trump den Pontifex als "schwach" bezeichnete. Zudem wies Trump auf die zehntausenden vom Mullah-Regime getöteten iranischen Demonstrant:innen auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social hin.

- Anzeige -
- Anzeige -

Verwendete Quellen

Bild: "Keine Ahnung vom Christentum? Vance gibt Papst Nachhilfe"

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken