Im Petersdom

Papst fordert: "Schluss mit dem Krieg!"

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Papst richtet eindringlichen Appell an Trump

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Wegen der vielen Kriege auf der Welt hat sich der Papst direkt an die Regierenden gewandt. Bei einem Friedensgebet im Vatikan fand der Pontifex klare Worte und kritisierte "Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden".

Das Wichtigste in Kürze

  • Papst XIV. hat ein Friedensgebet im Petersdom abgehalten.

  • Darin forderte er mit eindringlichen Worten ein Ende der Kriege.

  • Die Friedensappelle des Pontifex hatten sich zuletzt vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft.

Mit eindringlichen Worten hat Papst Leo XIV. angesichts der aktuellen Weltlage ein Ende von Kriegen gefordert. "Schluss mit dem Krieg!", sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholik:innen bei einem großen Friedensgebet im Petersdom. An die Regierenden richtete der Papst in seiner Predigt einen direkten Appell: "Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!"

Die Welt erlebe derzeit eine dramatische Zuspitzung: Es gebe "anscheinend noch nicht genug Gräber, weil man weiter kreuzigt und Leben vernichtet, ohne Recht und ohne Gnade", kritisierte Leo mit Blick auf anhaltende Kriege, Konflikte und tödliche Gewalt. Der Pontifex sprach von "Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden".


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Papst verurteilt Kriegsrhetorik

Leo kritisierte erneut den Missbrauch von Religion für Gewalt: "Sogar der heilige Name Gottes, des Gottes des Lebens, wird für Todesreden herangezogen." Überall seien Drohungen statt Aufrufe zum Zuhören und zur Begegnung zu vernehmen. Wer bete, töte nicht und drohe nicht mit dem Tod.

Mit scharfen Worten verurteilte er Machtstreben in Verbindung mit Gewalt: "Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!" Wahre Stärke zeige sich "im Dienst am Leben".


Leo XIV. lädt an den "Tisch des Dialogs"

An die Regierenden der Welt gerichtet sagte er: "Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!"

Zu dem Friedensgebet hatte der Papst bereits vor wenigen Tagen eingeladen. Zuletzt hatten sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran verurteilte Leo - der erste Papst aus den USA - ungewöhnlich scharf und nannte sie "wirklich inakzeptabel".

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