US-Präsident spricht von "Deal"

Trump und Iran widersprechen sich: Gibt es Verhandlungen?

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

:newstime

Trump droht Iran mit "Hölle auf Erden"

Videoclip • 01:31 Min • Ab 12


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Trump besteht weiterhin darauf, dass sich der Iran angeblich einen Deal wünscht. In Teheran sieht man das anders. Wie stehen die Chancen auf Verhandlungen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi dementiert, dass es "Verhandlungen oder Gespräche mit der amerikanischen Seite gegeben hat".

  • US-Präsident Donald Trump behauptet seinerseits, der Iran würde Gespräche aus "Angst" nicht zugeben und in Wirklichkeit "unbedingt einen Deal machen" wollen.

  • Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, mahnte, dass Berichte über einen 15-Punkte-Friedensplan der USA nicht offiziell bestätigt sind.

Das iranische Außenministerium hat Gerüchte über laufende Verhandlungen mit den USA dementiert. Am Mittwochabend (25. März) stellte Außenminister Abbas Araghtschi im Staatsfernsehen klar: "Ich erkläre mit Nachdruck, dass es keine Verhandlungen oder Gespräche mit der amerikanischen Seite gegeben hat."

Araghtschi gab zu, dass die USA in den vergangenen Tagen Botschaften übermittelt hätten, auf die der Iran mit eigenen Positionen oder Warnungen reagiert habe. "Das ist weder Verhandlung noch Dialog. Es ist lediglich ein Austausch von Botschaften", so der Außenminister.

Verhandlungen scheint er kategorisch abzulehnen: "Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist." Der iranische Präsidialamtssprecher Elias Hasrati sprach am Mittwoch im Rundfunk Irib von einer "Lüge". Der Feind, also die USA, stecke in einer Sackgasse, könne keine Errungenschaften vorweisen und werde international kritisiert.


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Trump: "Sie trauen sich nicht"

Trump lässt der Widerspruch offenbar kalt. Bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington behauptete er erneut, dass die iranische Führung mit der US-Regierung verhandeln würde. "Sie wollen unbedingt einen Deal machen", so Trump, "aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden. Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden." Die Konfliktparteien widersprechen sich seit Tagen gegenseitig, wenn es um Gespräche über ein Kriegsende geht.

Das Weiße Haus hatte zuvor angegeben, dass Gespräche mit dem Iran nicht ausgesetzt würden, obwohl Teheran dem vorgeschlagenen Friedensplan nicht zugestimmt habe, berichtet der Nachrichtensender CNN. Dem Sender gegenüber hätten Mitglieder der US-Administration von einem mutmaßlichen geplanten Treffen in Pakistan erzählt. Pakistan tritt neben Ägypten und der Türkei als Vermittler auf. Ägypten hatte außerdem angegeben, dass die USA einen Plan für die Beendigung des Kriegs an den Iran übermittelt hätten.

Auch in den News:

Leavitt: "Plan nie bestätigt"

Am Mittwoch hatte es Berichte über einen mutmaßlichen 15-Punkte-Plan gegeben, in dem die US-Regierung Bedingungen für ein Kriegsende auflistet. Unter anderem soll es um die Beendigung des iranischen Atomprogramms und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus gehen.

Regierungssprecherin Karoline Leavitt teilte mit, die Berichte über den Plan gesehen zu haben. "Das Weiße Haus hat diesen vollständigen Plan nie bestätigt", gab sie zu bedenken. Bei einer Pressekonferenz warnte sie Reporter:innen vor Spekulationen. Sie räumte aber ein, dass einige der Punkte zutreffen würden.

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