Drastische Zahlen
UN: Alle zehn Minuten ein Femizid auf der Welt
Veröffentlicht:
von dpaAuch in Deutschland fallen viele Frauen tödlicher Gewalt zum Opfer.
Bild: Sebastian Gollnow/dpa
Etwa 83.000 Frauen wurden 2024 weltweit gezielt getötet, in den meisten Fällen durch eine Person aus dem direkten persönlichen Umfeld. Die Fallzahlen unterscheiden sich nach Kontinent – auch in Deutschland sind Femizide ein Problem.
Etwa alle zehn Minuten wird nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN) eine Frau oder ein Mädchen zum Opfer tödlicher Gewalt innerhalb der Beziehung oder Familie. Im vergangenen Jahr seien weltweit etwa 83.000 Frauen gezielt umgebracht worden - und in rund 60 Prozent der Fälle sei schuld an dem Tod ein Familienmitglied oder ein:e Lebenspartner:in gewesen, teilten die UN anlässlich des "Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen" mit. Bei getöteten Männern lag der Anteil mit nur elf Prozent drastisch niedriger.
UN: Viele Fälle in afrikanischen Ländern
Besonders häufig sind derartige Femizide - also Fälle tödlicher Gewalt, in denen Frauen wegen ihres Geschlechts umgebracht werden - laut der UN-Statistik in afrikanischen Ländern. Dahinter folgen Süd- und Nordamerika. In asiatischen und europäischen Ländern gibt es zwar immer noch viele, gemessen an der Einwohnerzahl aber vergleichsweise deutlich weniger Femizide.
In Deutschland starben vergangenes Jahr nach aktuellen Zahlen aus dem Bundesinnenministerium 308 Frauen und Mädchen infolge von Gewalttaten. In 191 Fällen handelte es sich bei dem/der Täter:in demnach um den Partner, Ex-Partner oder ein Familienmitglied.
"Orange Day" gegen Gewalt an Frauen
Seit mehr als drei Jahrzehnten steht der 25. November weltweit für den "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen". Der Aktionstag – auch als "Orange Day" bekannt – macht mit orangefarben angestrahlten Gebäuden, öffentlichen Demonstrationen und diversen Veranstaltungen auf die verbreitete Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam.
Mehr entdecken

Abrechnung mit Sponsoring
Trigema-Patriarch Grupp zieht bitteres Fazit zu Hertha

Russische Ziele im Visier
Ukrainische Drohnenangriffe setzen Putins Ölindustrie massiv zu

Gerichtsurteil in Schweinfurt
Kollegin "hingerichtet": Lebenslange Haft für 22-Jährigen

Er war Ex-Schüler
Amoklauf an türkischer Schule – Täter tot, 16 Verletzte

Verkehrsunfall im Unterallgäu
Frontalzusammenstoß in Schwaben: Beide Fahrer verunglückt

Wetterausblick
Wetter in Bayern: Was kommt nach dem Regen?


