Treffen mit Dänemark

Trump-Vize Vance und Rubio gehen für die USA in Grönland-Gespräche

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von Christopher Schmitt

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Merz stimmt Trump bei Grönland zu

Videoclip • 01:11 Min • Ab 12


Nach dem Schlagabtausch zwischen Donald Trump sowie Dänemark und Grönland kommt es nun zu Gesprächen in Washington. Mit JD Vance und Marco Rubio sind namhafte Regierungsvertreter dabei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Mittwoch (14. Januar) kommt es zu Gesprächen über die Zukunft der Arktisinsel Grönland, nachdem US-Präsident Trump weiter Ansprüche formuliert.

  • In Washington nehmen US-Vize JD Vance sowie der US-Außenminister Rubio an den Gesprächen teil.

  • Dänemark schickt seinen Außenminister Lars Løkke Rasmussen, Grönland selbst wird durch Außenministerin Vivian Motzfeldt repräsentiert.

US-Präsident Donald Trump greift nach Grönland, die Insulaner:innen und Dänemark wehren sich. Wird der Streit um die Arktisinsel nun deeskaliert? Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen trifft am Mittwoch (14. Januar) in Washington zu entscheidenden Gesprächen mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio zusammen. Das Treffen im Weißen Haus, an dem auch die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt teilnehmen wird, soll den eskalierenden Konflikt um die US-Gebietsansprüche auf Grönland entschärfen.

Dänemark und Grönland baten um Treffen

Die Zusammenkunft wurde auf Bitte Dänemarks und Grönlands anberaumt, nachdem Trump wiederholt Besitzansprüche auf die Arktisinsel erhoben hatte. Laut Rasmussen wird Vance auf eigenen Wunsch an dem Gespräch teilnehmen, bei dem man "die Situation in einem Rahmen erörtern wolle, wo man sich in die Augen schauen könne".

Dem Treffen ging ein tagelanger verbaler Schlagabtausch zwischen Trump und dänischen Politiker:innen wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen voraus. Die dänische Regierungschefin hatte zuvor gewarnt: "Wenn ein NATO-Land ein anderes angreift, dann höre alles auf."

Trump: "Wir sprechen über Erwerb"

Trump hat in den vergangenen Tagen erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. Dabei machte der US-Präsident unmissverständlich klar, dass es ihm um einen langfristigen Besitz geht: "Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht."

Der US-Präsident rechtfertigt seinen Gebietsanspruch hauptsächlich mit drei Argumenten:

  • Die strategische Bedeutung der Insel für die USA

  • Die Gefahr einer möglichen Einflussnahme durch China oder Russland

  • Die wertvollen Bodenschätze Grönlands

Langjährige Begehrlichkeiten

Die aktuellen Ansprüche sind nicht neu. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte Trump Interesse am Kauf Grönlands angemeldet. Mit der jetzt angedrohten Annexion geht er jedoch deutlich weiter. Das Weiße Haus hat sogar einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Europa geeint gegen Trumps Besitzansprüche

Dänemark und Grönland weisen Trumps Besitzansprüche mit Unterstützung zahlreicher europäischer Partner, darunter Deutschland, vehement zurück. Mehrere NATO-Staaten, wie Großbritannien, haben sich für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen.

Ein konkreter Vorschlag sieht einen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) vor. Dieser soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.

Merz glaubt an NATO-Kooperation

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geht davon aus, dass die USA sich an einer stärkeren NATO-Präsenz rund um Grönland beteiligen werden. "Wir teilen die amerikanischen Besorgnisse, dass dieser Teil Dänemarks besser geschützt werden muss", sagte Merz während seines Indien-Besuchs.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat bereits eine Bereitschaft für einen größeren Beitrag Deutschlands zur militärischen Sicherheit in der Arktis erklärt.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

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