Gemeinsame Stellungnahme
Europa-Chefs stellen sich hinter Grönland und gegen Trump
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von dpaIm Janaur 2025 war Donald Trump Jr. in Nuuk gelandet. Sein Vater beansprucht die arktische Insel für die USA.
Bild: Emil Stach/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa
Trump fordert Grönland für die USA - Europas Spitzenpolitiker reagieren mit klaren Worten. Die Bündnispartner betonen die Souveränität der Arktisinsel.
Das Wichtigste in Kürze
Europäische Spitzenpolitiker, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, bekennen sich in einer gemeinsamen Erklärung klar zur Souveränität Grönlands und Dänemarks und betonen: "Grönland gehört seinem Volk".
Hintergrund ist der von Donald Trump befeuerte Streit um einen angeblichen US-Anspruch auf Grönland; die USA begründen diesen mit nationalen Sicherheitsinteressen und bezeichnen die Kontrolle über Grönland als offizielle Position der US-Regierung.
Die europäischen Staaten unterstreichen, dass das Königreich Dänemark inklusive Grönlands Teil der Nato ist, Sicherheit in der Arktis nur gemeinsam mit Verbündeten – einschließlich der USA – gewährleistet werden kann.
Die großen europäischen Partner haben sich in dem von US-Präsident Donald Trump befeuerten Streit um Grönland zu der Arktisinsel und Dänemark bekannt. Allein Dänemark und Grönland würden über Angelegenheiten entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen, heißt es in einer auch von Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichneten Stellungnahme. "Grönland gehört seinem Volk."
Die Unterzeichner, neben Merz unter anderem auch der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen, betonten die große Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen.
Europa-Chefs: Grönland ist Teil der Nato
Trump hatte in den vergangenen Tagen den angeblichen US-Anspruch auf die arktische Insel bekräftigt. Die USA bräuchten Grönland für die nationale Sicherheit, sagte er. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitestgehend autonom. Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete den US-Anspruch auf die Kontrolle über Grönland zuletzt als "offizielle Position der US-Regierung".
Die europäischen Staaten Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark betonten in ihrer Stellungnahme, das Königreich Dänemark, einschließlich Grönlands, sei "Teil der Nato". Die Sicherheit in der Arktis müsse daher gemeinsam erreicht werden. Die USA seien dabei "ein wesentlicher Partner", sowohl als Nato-Verbündeter als auch im Rahmen des Verteidigungsabkommens zwischen Dänemark und den Vereinigten Staaten von 1951.
Regierungschefin Frederiksen warnt vor Ende der Nato
Dänemarks Regierungschefin Frederiksen hatte bereits zuvor erklärt: "Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann hört alles auf." Das wäre das Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur. Die dänischen Parteien beraumten eine Krisensitzung im Parlament ein.
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