Kriegsstrategie
Trump und Selenskyj einig: Ukraine brauche Offensive gegen Russland
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von dpaSelenskyj setzt auf Offensive: Die Ukraine will den Druck auf Russland erhöhen.
Bild: Jacquelyn Martin/AP/dpa
Selenskyj fordert mehr Druck auf Russland und kündigt neue Gegenangriffe an. Auch US-Präsident Trump sieht nur in einer Offensive Chancen auf Erfolg. Doch wie reagiert Moskau – und was wird aus dem geplanten Treffen mit Putin?
Die Ukraine muss sich nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus dem Dauerzustand der ständigen Verteidigung gegen russische Angriffe lösen und selbst aktiv zum Angriff übergehen. "Dieser Krieg muss beendet werden, wir müssen Druck auf Russland ausüben", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Kremlchef Wladimir Putin verstehe "nichts außer Macht und Druck".
Trump zieht Vergleich zum Sport
Trump hatte am Donnerstag (21. August) auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: "Es ist sehr schwer, wenn nicht unmöglich, einen Krieg zu gewinnen, ohne das Land des Invasors anzugreifen." Zudem schrieb er: "Es ist wie bei einer großen Sport-Mannschaft, die eine fantastische Abwehr hat, aber nicht offensiv spielen darf. Da gibt es keine Chance zu gewinnen." Sein Amtsvorgänger Joe Biden habe der Ukraine nicht erlaubt, zurückzuschlagen.
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Die ukrainischen Streitkräfte unternahmen in den vergangenen Tagen bereits Gegenangriffe, so in der Region Sumy im Nordosten und bei Pokrowsk im Südosten. Bei Pokrowsk habe es erste Erfolge gegeben, teilte Armeechef Olexander Syrskyj auf Telegram mit. Dort seien sechs Orte zurückerobert worden. Die Berichte konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Eine große Offensive ukrainischer Truppen im Sommer 2023 war jedoch an den tief gestaffelten russischen Verteidigungslinien zerbrochen. Russische Militärs hatten zuvor in der erwarteten Stoßrichtung tiefe Minenfelder angelegt und diese mit massiver Artillerie geschützt.
Auch diplomatische Bemühungen aufrechterhalten
Abseits der militärischen Einsätze wolle die Ukraine auch die diplomatischen Bemühungen aufrechterhalten, um Wege zu Verhandlungen und Frieden zu finden. Unter anderem sei die Militärführung auch im Kontakt mit ausländischen Partnern, um an der militärischen Komponente der Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu arbeiten.
Die europäischen Partner Kiews wollen die Ukraine nach einem Friedensschluss mit Truppenpräsenz absichern, doch Russland hat inzwischen andere Vorstellungen. Nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow sollen vielmehr die Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrats, darunter auch Russland, den Frieden garantieren. Da Russland einen Einsatz jederzeit blockieren könnte, kommt diese Variante für Kiew nicht infrage.
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