Nach Militäreinsätzen in Gaza und im Iran
Trump erklärt Netanjahu und sich selbst zu Kriegshelden
Veröffentlicht:
von Michael ReimersUS-Präsident Donald Trump trifft sich am 7. April 2025 mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, USA.
Bild: Reuters / Kevin Mohatt
Obwohl er nie in einem Krieg gekämpft hat oder eingesetzt war, hat sich Donald Trump als Kriegshelden bezeichnet. Auch Israels Ministerpräsidenten Netanjahu hält der US-Präsident für einen "War Hero".
Donald Trump macht einen neuen Superlativ für sich geltend: Er sei ein Kriegsheld, sagte er einem Bericht von "Newsweek" zufolge. Den Titel gab sich der US-Präsident demnach, als er in der Radio-Talkshow "The Mark Levin Show" mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu darüber sprach, die verbleibenden Geiseln der Hamas im Gazastreifen zu befreien.
Trump: "Ich habe diese Flugzeuge geschickt"
Nachdem Trump in der Sendung von Moderator Mark R. Levin, einem konservativen Anwalt und Politiker, erst Netanjahu "einen guten Mann" nannte, der dort kämpfe, sagte er, dass einige wollen, dass "Bibi" wegen Kriegsverbrechen strafrechtlich verfolgt werde. Dabei sei dieser "ein Kriegsheld". "Er ist ein Kriegsheld, weil wir zusammengearbeitet haben", so Trump. "Er ist ein Kriegsheld. Ich denke, ich bin es auch. Niemanden interessiert das. Aber ich bin es auch. Ich meine, ich habe diese Flugzeuge geschickt."
Obwohl Trump selbst nie in einem Krieg eingesetzt war oder gekämpft hat, bezog er seine Leistung als "Kriegsheld" dem Bericht zufolge darauf, Ende Juni US-Luftangriffe auf Urananreicherungsanlagen im Iran befohlen zu haben.
US-Präsident feiert sich als Held des Zwölftagekriegs
Auf Befehl von US-Präsident Donald Trump hatten sich die USA am 21. Juni 2025 in den israelisch-iranischen Krieg eingemischt, der am 13. Juni begonnen hatte. Er ließ drei extrem gesicherte iranische Atomanlagen mit den stärksten nicht atomaren Bomben der Welt angreifen. Als Reaktion beschoss Iran den größten US-Militärstützpunkt in der Nahost-Region in Katar mit Raketen.
Was zunächst als Ausweitung des Krieges auf die ganze Region erschien, entpuppte sich bald als ein eher symbolischer Angriff zur Gesichtswahrung Teherans, schrieb die Deutsche Presse-Agentur. Gerade noch hatte die Welt den Atem angehalten, ob der Krieg zwischen Israel und dem Iran nun aus dem Ruder läuft, hieß es weiter, da verkündete US-Präsident Donald Trump am 24. Juni das Ende des "Zwölftagekriegs".
"War Hero": Gefundenes Fressen für Trump-Kritiker
Für die Trump-Kritiker:innen ist die jüngste Äußerung des US-Präsidenten ein gefundenes Fressen. Adam Kinzinger, ein ehemaliger republikanischer Kongressabgeordneter, zeigte sich dem Zeitungsbericht zufolge schockiert von den Äußerungen des US-Präsidenten und schrieb auf "X": "Trump hat sich gerade als 'Kriegsheld' bezeichnet. Wow." Und User Albert Sloan empfahl: "Fügen Sie "WarHero' zur Liste der angeblich großartigen, aber falschen Leistungen von Trump hinzu."
Verwendete Quellen:
newsweek.com: "Donald Trump Suggests He's a War Hero: 'I Guess I Am'"
Nachrichtenagentur Reuters
Nachrichtenagentur dpa
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