Wortgefecht
"Miserable schauspielerische Fähigkeiten": Trump-Sprecher spottet nach Kritik über George Clooney
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Trump droht Iran mit "völliger Zerstörung" (7. April)
Videoclip • 01:23 Min • Ab 12
Präsident Trump drohte mit dem Ende der iranischen Zivilisation, daraufhin reagierte Hollywoodstar George Clooney mit heftiger Kritik – und wird dafür vom Weißen Haus belächelt. Der Schauspieler hält dagegen und fordert eine erwachsenere Debattenkultur.
Das Wichtigste in Kürze
George Clooney kritisiert den Mangel an Anstand in der US-Politik.
Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung spottet mit "miserablen schauspielerischen Fähigkeiten".
Der Hollywoodstar fordert eine Verteidigung für Trumps Äußerungen.
Es sei "Zeit für intensive Debatten auf höchstem Niveau. Nicht für kindische Beschimpfungen", sagte George Clooney gegenüber dem Branchenmagazin "Variety". Familien verlören Angehörige, Kinder würden verbrannt und die Weltwirtschaft stehe unter Druck.
Nach einem Wortgefecht ging der zweifache Oscarpreisträger hart mit dem Weißen Haus ins Gericht und bemängelte den mangelnden Anstand in der US‑Politik.
Clooney bezeichnete Äußerungen Trumps als "Verbrechen"
Es begann vergangenen Mittwoch (8. April) mit Clooneys Auftritt in der norditalienischen Stadt Cuneo. Wenn jemand eine Zivilisation zerstören wolle, sei das ein Verbrechen, so der 64-Jährige gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa. Damit bezog sich der Hollywoodstar auf eine Äußerung Trumps: Dieser drohte mit dem Ende der iranischen Zivilisation. Politische Differenzen dürften nicht dazu führen, "eine Grenze des Anstands" zu überschreiten, so Clooney.
Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung kommentiert das spöttisch. Clooney sei der Einzige, "der Kriegsverbrechen" begehe – wegen seiner "furchtbaren Filme" und "miserablen schauspielerischen Fähigkeiten", entgegnete er in der Zeitung "The Independent".
Auch in den News:
Der Hollywoodstar kontert zurück
George Clooney reagierte gelassen: Mit der Bezeichnung als gescheiterter Schauspieler könne er leben – schließlich habe er 1997 in der Comicverfilmung "Batman & Robin" mitgespielt. Im Gegenzug fragte er nach einer Verteidigung der US-Regierung zu deren Vorgehen.
Der Schauspieler und Aktivist Clooney gilt als langjähriger Kritiker des US-Präsidenten. Immer wieder lieferten er und Trump sich in der Vergangenheit einen öffentlichen Schlagabtausch.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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