Brisanter Post vor Ukraine-Gipfel
Trump: "Selenskyj kann den Krieg sofort beenden"
Veröffentlicht:
von Rebecca RudolphUS-Präsident Donald Trump.
Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Kurz vor den Gesprächen im Weißen Haus positioniert sich Donald Trump klar zur Ukraine-Frage und weckt damit neue Zweifel an den Hoffnungen auf schnelle Lösungen.
Das Wichtigste in Kürze
Trump schloss eine Rückgabe der Krim und einen NATO-Beitritt der Ukraine aus: "Manche Dinge ändern sich nie."
Er erklärte, Selenskyj könne den Krieg "fast sofort beenden, wenn er will" - oder weiterkämpfen.
Nach seinem Treffen mit Putin sprach sich Trump für ein umfassendes Friedensabkommen statt einer sofortigen Waffenruhe aus, was in Kiew und im Westen für Enttäuschung sorgt.
US-Präsident Donald Trump hat kurz vor seinem Treffen mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Rückgabe der von Russland annektierten Krim sowie einen NATO-Beitritt der Ukraine ausgeschlossen. "Manche Dinge ändern sich nie", schrieb Trump am Sonntagabend (17. August, Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social.
Zugleich betonte er, es liege in Selenskyjs Händen, den Krieg zu beenden. "Der ukrainische Präsident Selenskyj kann den Krieg mit Russland fast sofort beenden, wenn er will, oder er kann weiterkämpfen", erklärte der US-Präsident.
Am Montag (18. August) empfängt Trump Selenskyj und mehrere europäische Spitzenpolitiker im Weißen Haus, drei Tage nach seinem Gipfel mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska. Erwartet werden unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte.
Trump erwartet "großen Tag"
Im Mittelpunkt der Gespräche sollen Sicherheitsgarantien für die Ukraine und der Umgang mit russischen Gebietsansprüchen stehen. Trump stellte US-Sicherheitsgarantien in Aussicht und sprach auf Truth Social mit Blick auf den Montag von einem "großen Tag". Es sei eine "Ehre", so viele europäische Spitzenvertreter empfangen zu können.
Nach seinem Treffen mit Putin war Trump von seiner Forderung nach einer sofortigen Waffenruhe abgerückt. Stattdessen sprach er sich für ein umfassendes Friedensabkommen aus - und rückte damit näher an die Position des Kreml-Chefs. Diese Entwicklung sorgte in Kiew und bei den westlichen Unterstützern der Ukraine für Ernüchterung.
Verhandlungen über ein Friedensabkommen würden deutlich länger dauern als eine sofortige Waffenruhe. Die Ukraine und ihre Verbündeten befürchten, dass Moskau die Zeit nutzen könnte, um weitere militärische Geländegewinne zu erzielen.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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