Sicherheitsbedenken
Trump nimmt altes Präsidentenflugzeug statt neuer Air Force One
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Trump unzufrieden: NATO-Partner unter Druck
Videoclip • 01:53 Min • Ab 12
Donald Trump reist nach dem Nato-Gipfel nicht mit seiner neuen Präsidentenmaschine weiter. Dass der katarische Jumbojet trotzdem nach Großbritannien flog, sorgt für neue Fragen.
Das Wichtigste in Kürze
Donald Trump flog nach dem Nato-Gipfel mit einer älteren Präsidentenmaschine weiter, obwohl seine neue Air Force One ebenfalls nach Großbritannien unterwegs war.
Trump erklärte auf Truth Social, er reise "der alten Zeiten wegen" mit dem älteren Flugzeug.
Es gibt Fragen zu den Einsatz- und Verteidigungsfähigkeiten des neuen Jets, der als Geschenk aus Katar politisch ohnehin stark umstritten ist.
US-Präsident Donald Trump hat nach dem NATO-Gipfel in der Türkei am Mittwoch (08. Juli) überraschend nicht seine neue, von Katar geschenkte Präsidentenmaschine für den Weiterflug nach Großbritannien genutzt. Stattdessen entschied sich der Republikaner für ein älteres Flugzeug. Die neue Maschine flog jedoch ebenfalls zum US-Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in Großbritannien.
Auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, er wolle "der alten Zeiten wegen" mit einer älteren Maschine reisen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die neue Air Force One solle aber trotzdem nach Mildenhall fliegen, damit Angehörige der US-Luftwaffe sie besichtigen könnten. Wörtlich schrieb Trump laut dpa, der kurze Flug lohne sich, damit "unsere großartigen Militärhelden unseren schönen Neuzugang in der Luftwaffenflotte bewundern können".
Sicherheitsfragen stehen im Raum
Ganz ohne Nachfragen blieb diese Entscheidung nicht. Bei einer Pressekonferenz in Ankara wurde Trump vor seinem Abflug direkt darauf angesprochen, warum er nicht die neue Maschine nutze. Der Journalist verwies dabei auf Spekulationen über Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Trump antwortete darauf laut dpa: "Ich bin die Nummer 1 auf der Todesliste des Iran."
Ob das tatsächlich der entscheidende Grund für seine Flugzeugwahl war, bleibt offen. Der US-Sender "CNN" zitierte jedoch eine mit der Angelegenheit vertraute Person, wonach Fragen zu den "Fähigkeiten" der neuen Maschine bei internationalen Einsätzen aufgekommen seien. Gemeint sein dürften damit vor allem Schutz- und Verteidigungsmöglichkeiten im Fall eines Angriffs.
Auch in den News:
Geschenk aus Katar bleibt umstritten
Die neue Präsidentenmaschine ist eine Boeing 747 und soll Berichten zufolge einen Wert von rund 400 Millionen US-Dollar haben. Trump hatte das Flugzeug im Mai 2025 trotz heftiger Kritik als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen. Vor allem Demokrat:innen kritisierten dies scharf und sprachen laut dpa von "blanker Korruption".
Trump verteidigte die Annahme des Jets dagegen immer wieder als günstige Lösung für die Modernisierung der veralteten Präsidentenflotte. Gleichzeitig hat er mehrfach deutlich gemacht, wie sehr er die Maschine schätzt.
Dass das Flugzeug dennoch nach Großbritannien flog, macht die Sache noch bemerkenswerter. Auf der Webseite Flightradar24 war laut dpa am Abend zu sehen, dass sich die Maschine bereits im Landeanflug auf Mildenhall befand.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Dunkle Rauchwolken über der Stadt
Feuerwehr in Salzgitter kämpft gegen brennenden Schrotthaufen

Trauer um Berliner Schauspieler
Schauspieler Achim Wolff im Alter von 87 Jahren gestorben

Wetter in Bayern
Extremtemperaturen in Bayern: Mehr als 500 Hitzetote

Prozess in Niederbayern
Noch-Ehefrau auf offener Straße getötet? Mordprozess gegen Mann in Landshut

Sperrung in der Oberpfalz
Umgekippter LKW auf A93: Vollsperrung und kilometerweiter Stau

Feuer in Unterfranken
Brand in Alzenau: Vier Menschen erleiden leichte Rauchvergiftung



