Flugzeugträger verlegt
Greift Trump im Iran ein? "Finger am Knopf" und verstärkte Militärpräsenz
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Iran: USA verlagern offenbar Militär
Videoclip • 32 Sek • Ab 12
Wie reagiert Donald Trump auf die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran? Medienberichten zufolge hat die USA einen Flugzeugträger in den Nahen Osten beordert, während Netanjahu um Zeit bittet.
Das Wichtigste in Kürze
Nach den Drohungen von Donald Trump gegen die iranische Führung verlegen die USA Medienberichten zufolge mehr Militär in den Nahen Osten.
So soll der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" in etwa einer Woche in der Region eintreffen.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll Trump um einen Aufschub des Angriffs gebeten haben, um sein Land auf Vergeltungsschläge vorzubereiten.
Die USA bauen nach den Drohungen von Präsident Donald Trump gegen den Iran ihre militärische Präsenz im Nahen Osten aus. Der nuklear angetriebene Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" ist mit seinen Begleitschiffen bereits vom Südchinesischen Meer in Richtung der Region unterwegs, wie die "New York Times" und das Portal "Axios" berichten.
Der Flugzeugträger, der mehrere tausend Soldat:innen und Dutzende Kampfflugzeuge transportiert, soll in etwa einer Woche im Nahen Osten eintreffen. Zusätzlich werden weitere Waffen und Verteidigungsausrüstung in die Region verlegt. Eine offizielle Bestätigung dieser Truppenverlegung durch das Pentagon liegt bislang nicht vor.
Ein US-Angriff auf den Iran scheint nicht unmittelbar bevorzustehen, dennoch erklärte eine US-Quelle gegenüber "Axios", dass "jeder weiß, dass der Präsident den Finger am Knopf hat".
Brutale Niederschlagung der Massenproteste
Seit Dezember kommt es im Iran zu Massenprotesten gegen das autoritäre Herrschaftssystem. Ausgelöst wurden die Demonstrationen durch die dramatische Wirtschaftskrise, hohe Inflation und wachsende Unzufriedenheit mit der Führung in Teheran. Der iranische Sicherheitsapparat hat die Proteste mit großer Härte niedergeschlagen. Menschenrechtsorganisationen sprechen von tausenden getöteten Demonstrant:innen.
UN-Sicherheitsrat befasst sich mit der Krise
Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York drohte der US-Botschafter Mike Waltz dem Iran erneut mit militärischer Eskalation. Er betonte, dass US-Präsident Trump "ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte" sei und "alle Optionen auf dem Tisch liegen, um das Schlachten zu beenden".
Die Vereinten Nationen forderten den Iran auf, geplante Hinrichtungen von Demonstrant:innen zu stoppen und alle Todesfälle unabhängig und transparent aufzuklären. UN-Generalsekretär António Guterres rief alle Beteiligten zu "größtmöglicher Zurückhaltung" auf.
Strittige Darstellung der abgesagten Hinrichtungen
Das Weiße Haus behauptet, dass auf US-Druck 800 geplante Hinrichtungen abgesagt wurden. Sprecherin Karoline Leavitt nannte jedoch keine Quelle für diese Information. Trump hatte zuvor erklärt, ihm sei "von sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite" zugesichert worden, dass Tötungen im Iran aufhören würden. Diese Zahl erscheint laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) jedoch ungewöhnlich hoch, da nach Angaben von Amnesty International im gesamten Jahr 2024 972 Menschen im Iran hingerichtet wurden.
Netanjahu bittet um Aufschub eines US-Angriffs
Nach Berichten von "Axios" und der "New York Times" zögert Trump eine Entscheidung zu einem möglichen Angriff auf den Iran hinaus. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu soll Trump gebeten haben, Israel mehr Zeit für die Vorbereitung auf einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag zu geben.
Schweiz als Vermittlerin
Die Schweiz hat den iranischen Botschafter in Bern einbestellt und ihre "größte Besorgnis" über die Gewalt der iranischen Sicherheitskräfte ausgedrückt. Zudem will die Schweiz in den Spannungen zwischen den USA und dem Iran vermitteln.
Gabriel Lüchinger, Chef der Abteilung Internationale Sicherheit im schweizerischen Außenministerium, telefonierte bereits mit Ali Laridschani, dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Irans.
Die Schweiz vertritt seit 1980 die diplomatischen Interessen der USA im Iran, da die USA dort keine eigene Vertretung mehr unterhalten.
Sperrung des iranischen Luftraums löst Spekulationen aus
Eine am Mittwoch (14. Januar) verhängte Sperrung des iranischen Luftraums hatte Spekulationen über einen möglichen US-Luftangriff ausgelöst. Laut Weißem Haus wisse "nur Präsident Trump, was er unternehmen wird" – und nur eine kleine Gruppe von Berater:innen sei in seine Pläne eingeweiht.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Axios: "Iran strikes delayed as Trump aides and Israel raise concerns"
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Enger Verbündeter Teherans
Putin-Gespräch mit Netanjahu: Kreml-Chef will in Iran-Krise vermitteln

Produktrückruf-Ticker
Rückruf bei Penny und Rewe: Beliebte Dino-Nuggets enthalten Plastikfolie

Wetter im Freistaat
Sonnige Aussichten für Bayern: Temperaturen von bis zu zwölf Grad

Terrorismus in Bayern
Nach Auto-Anschlag in München: Prozessstart in der Nähe von Tatort

Antrag der Linken
Zu wenig Haltung? Bundestag diskutiert über deutsche Iran-Politik

Massenproteste mit Tausenden Toten
Bericht: Iranische Behörden fordern hohe Summen für die Rückgabe von Leichen
