Zum US-Jubiläum

Trump bricht uralte Tradition: Sein Name kommt auf Dollarscheine

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Trump verewigt sich auf Dollarscheinen

Videoclip • 01:09 Min • Ab 12


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Zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten soll erstmals die Unterschrift eines amtierenden Präsidenten auf US-Banknoten erscheinen. Donald Trump bricht damit mit einer 165 Jahre alten Tradition.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump lässt anlässlich des 250. US-Jubiläums erstmals die Unterschrift eines amtierenden Präsidenten auf Dollar-Noten drucken.

  • Damit wird eine 165-jährige Tradition beendet.

  • Scharfe Kritik an der Maßnahme kommt vom prominenten Trump-Gegner Gavin Newsom.

Trumps Unterschrift auf Dollarscheinen

Die Unterschrift von US-Präsident Donald Trump soll künftig auf US-Papiergeld zu sehen sein. Damit beendet Trump eine Tradition, die seit 165 Jahren gilt: Bisher standen auf den Banknoten nur die Unterschriften der Finanzminister:innen und der Schatzmeister:innen der Vereinigten Staaten.

Nach aktuellen Medienberichten sollen die ersten 100-Dollar-Scheine mit Trumps Unterschrift im Juni gedruckt werden. Auch die Signatur des amtierenden Finanzministers Scott Bessent wird weiterhin auf den neuen Noten erscheinen. Die Unterschrift des aktuellen Schatzmeisters, "Treasurer" Brandon Beach, wird jedoch nicht zu sehen sein.

"Jetzt wissen die Amerikaner genau, wem sie die Schuld geben können"

US-Finanzminister Bessent verteidigte die Änderung. In einer Stellungnahme würdigte er die Bedeutung des Jubiläums und verband sie mit der Politik des Präsidenten: "Es gibt keinen kraftvolleren Weg, die historischen Errungenschaften unseres großartigen Landes und von Präsident Donald J. Trump anzuerkennen, als US-Dollarscheine, die seinen Namen tragen", erklärte Bessent.

Aus Reihen der Demokraten kommt hingegen deutliche Kritik an dem Schritt. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, ein prominenter Trump-Gegner, schrieb auf der Plattform X: "Jetzt wissen die Amerikaner genau, wem sie die Schuld geben können, wenn sie mehr für Lebensmittel, Benzin, Miete und Gesundheitsversorgung bezahlen."

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Trump, Trump und nochmal Trump

Zuvor hatte das US-Finanzministerium auch geprüft, ob eine eigene Trump-1-Dollar-Münze geschaffen werden könnte, wie die "Frankfurter Rundschau" (FR) berichtet. Dieses Vorhaben scheiterte demnach jedoch an bestehenden Gesetzen, die die Abbildung lebender Personen auf US-Münzen untersagen. Bei Banknoten hat das Ministerium dagegen größere Spielräume: Eine Vorschrift zum Druck von Federal-Reserve-Noten erlaubt es, Designs zu verändern, etwa um Fälschungen zu erschweren.

Die Entscheidung ist Teil einer groß angelegten Initiative der Trump-Regierung zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten in diesem Jahr. Ziel ist es, den Namen Donald Trumps deutlich stärker mit zentralen Bundesinstitutionen und Symbolen zu verknüpfen. Dazu gehören Pläne, das John F. Kennedy Center of the Performing Arts umzubenennen, eine neue "Trump"-Klasse von Kriegsschiffen einzuführen und eine 24-karätige Goldmünze mit Trumps Konterfei prägen zu lassen.


Verwendete Quellen:

Frankfurter Rundschau: "Historischer Eingriff: Trump lässt seinen Namen auf den US-Dollar drucken"

Bild: "Trumps Unterschrift kommt auf jeden Dollar-Schein"

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