Trotz Grönland-Anspruch
Trump beteuert: "Wir werden immer für NATO da sein"
Veröffentlicht:
von Jana Wejkum:newstime
Grönland: USA drohen mit Militäreinsatz
Videoclip • 01:54 Min • Ab 12
Das Säbelrasseln aus den USA wird lauter: Trump will Grönland unbedingt haben – koste es, was es wolle. Trotz militärischer Drohungen inszeniert er sich als Freund der NATO.
Trump will Grönland, daran besteht kein Zweifel. Wie genau er das erreichen will, bleibt unklar. Erst spricht Außenminister Marco Rubio noch von einem Kauf, dann reißt dem Weißen Haus doch der Geduldsfaden und Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärt den Einsatz des US-Militärs zu einer "Option".
An Trumps neuester Äußerung dürften NATO-Bündnispartner, allen voran Dänemark, begründete Zweifel haben. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: "Wir werden immer für die NATO da sein, auch wenn sie nicht für uns da sein wird." Umgekehrt beschlichen ihn allerdings Bedenken, ob NATO-Verbündete den USA zu Hilfe kommen würden, "wenn wir sie wirklich bräuchten".
Dänemark reagiert auf Drohung
Dänemark, zu dem das autonome Gebiet Grönland gehört, hatte die Ansprüche der USA zuletzt entschieden zurückgewiesen. Auf die militärischen Drohungen reagierte Dänemarks Regierungschefin Frederiksen empört: "Wenn die USA ein anderes NATO-Land angreifen, dann hört alles auf." Auch andere europäische Staatschefs hatten sich der Kritik angeschlossen.
Zum Militärbündnis NATO gehören neben den USA noch 31 weitere Staaten, wie auch Dänemark, Deutschland, Kanada und Großbritannien. Es entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus einer Allianz von ursprünglich zwölf Mitgliedern. Besonderes Gewicht wird der sogenannten Beistandsklausel – auch Artikel 5 genannt – zugemessen: Sie besagt, dass die Alliierten einem Mitgliedsstaat im Angriffsfall Beistand leisten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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