Kaitlan Collins
"Die schlechteste Reporterin": Trump beschimpft CNN-Journalistin nach Frage zu Epstein-Akten
Aktualisiert:
von Max Strumberger:newstime
Trump bepöbelt CNN-Journalistin im Oval Office
Videoclip • 01:19 Min • Ab 12
Ein Pressebriefing im Weißen Haus ist aus dem Ruder gelaufen. US-Präsident Donald Trump beschimpfte die CNN-Journalistin Kaitlan Collins, nachdem sie unbequeme Fragen zu freigegebenen Akten im Epstein-Skandal stellte.
Das Wichtigste in Kürze
Bei einem Auftritt im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump die CNN-Reporterin Kaitlan Collins scharf angegriffen.
Zuvor hatte sie kritische Fragen zum Epstein-Fall gestellt.
Der Eklat zeigt einmal mehr offen, wie gereizt Trump auf Fragen zu dem Fall reagiert.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag bei einem Presseauftritt im Weißen Haus die CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins scharf attackiert und sie als "die schlechteste Reporterin" bezeichnet. Der Eklat ereignete sich, nachdem Trump ein Gesetz zur Beendigung eines kurzen Teil‑Shutdowns unterzeichnet und anschließend Fragen der Presse zugelassen hatte.
Collins fragte den Präsidenten, ob er die neuesten, vom US-Justizministerium freigegebenen Akten zum Epstein-Fall geprüft habe, in denen auch prominente Namen auftauchen. Trump verneinte und verwies auf andere Prioritäten: "Ich habe sehr viele andere Dinge zu tun", sagte er und relativierte die Bedeutung der genannten Namen mit dem Hinweis, ernsthafte Vorwürfe wären längst bekannt geworden.
Trump: "Sie lächelt nie"
Als Collins die Kritik von Epstein-Überlebenden ansprach – sie bemängeln umfangreiche Schwärzungen in den Dokumenten, während teils explizite Bilder ungeschwärzt geblieben sein sollen – verlor Trump sichtbar die Geduld. Auf ihre Frage nach mehr Transparenz reagierte er ausweichend, forderte, das Land solle sich auf Themen wie Gesundheitsversorgung konzentrieren, und betonte, die Unterlagen enthielten "nichts Belastendes" über ihn.
Als Collins nachhaken wollte, brach Trump sie ab, griff sie persönlich an und erklärte, CNN habe wegen Reporterinnen wie ihr schlechte Quoten. Später wurde er gehört, wie er zu Senator John Barrasso sagte: "Sie lächelt nie." CNN stellte sich hinter Collins und lobte sie in einer Stellungnahme als "herausragende Journalistin", der Zuschauer weltweit vertrauen könnten.
Der Fall Jeffrey Epstein
Jahrelang hatte der Multimillionär Epstein aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. 2019 kam Epstein mit 66 Jahren im Gefängnis zu Tode, bevor es zu einer möglichen weiteren Verurteilung hätte kommen können.
Zwar kommen in dem veröffentlichten Material viele bekannte Persönlichkeiten vor, darunter auch US-Präsident Trump. Allerdings gibt es keine Beweise für eine Verwicklung des Republikaners in den Skandal. Der Republikaner bestreitet, von den kriminellen Machenschaften Epsteins gewusst zu haben. Auf der Privatinsel des Unternehmers, die Zentrum des Missbrauchsrings gewesen sein soll, will Trump nie gewesen sein.
Verwendete Quellen:
CNN
Nachrichtenagentur dpa
New York Times
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