Kritik an Polen
"Satanistische Eliten": Putin-Vertrauter weist Epstein-Vorwürfe scharf zurück
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiWladimir Putins Vertrauter Kirill Dmitrijew (Bild) hat sich nach den Epstien-Vorwürfen mit scharfen Worten an Polen gewandt. (Archivbild)
Bild: REUTERS
Im Epstein-Streit zwischen Polen und Russland spitzt sich die Rhetorik zu. Der Kreml kontert schwere Anschuldigungen aus Warschau mit eigenen Verschwörungstheorien.
Das Wichtigste in Kürze
Ein enger Putin-Vertrauter weist Vorwürfe zu einer russischen Verwicklung in den Epstein-Skandal vehement zurück und attackiert westliche Eliten mit scharfer Verschwörungsrhetorik.
Statt Entlastung bringt er selbst fragwürdige Behauptungen ins Spiel und verschärft damit den politischen Schlagabtausch.
Auslöser ist die Vermutung des polnischen Premiers Tusk, Epstein könne Teil einer russischen Geheimdienstoperation gewesen sein.
Der Missbrauchsring um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zieht weite Kreise – und facht jetzt eine neue Krise zwischen Polen und Russland an. Wladimir Putins Vertrauter Kirill Dmitrijew hat Behauptungen aus Warschau, wonach der russische Geheimdienst in den Epstein-Skandal verwickelt sein könne, vehement zurückgewiesen.
In einem Beitrag auf der Plattform X bezeichnete er die Anschuldigungen des polnischen Regierungschefs Donald Tusk als Lüge und griff zu scharfer Rhetorik: "Die verzweifelten, verkommenen und verlogenen linken Eliten verfallen in Panik und versuchen, in die Irre zu führen". Der Putin-Vertraute behauptete zudem, die Welt sei der Lügen "satanistischer liberaler Eliten" überdrüssig und durchschaue sie.
Eigene Verschwörungstheorien als Gegenangriff
Anstatt nur die Vorwürfe zurückzuweisen, startete Dmitrijew seinerseits einen Gegenangriff mit eigenen Verschwörungstheorien. So behauptete er in weiteren Posts auf X, es gäbe Verbindungen zwischen Epstein und dem Nobelpreiskomitee. Konkret spekulierte er, dass der Mann, der für die Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama im Jahr 2009 verantwortlich gewesen sei, häufig bei Epstein zu Gast gewesen sei.
Darüber hinaus konstruierte Dmitrijew eine angebliche Verbindung zwischen Epstein und dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch im Jahr 2014. Diese Behauptungen erscheinen als Versuch, westliche Institutionen zu diskreditieren und von den Anschuldigungen gegen Russland abzulenken.
Auch in den News:
Polens Premier sieht russische Geheimdienstoperation
Die Auseinandersetzung begann, nachdem der polnische Ministerpräsident Donald Tusk Verbindungen zwischen Epstein und dem russischen Geheimdienst vermutet hatte. Tusk hatte erklärt, immer mehr Expert:innen vermuteten, dass es sich bei Epsteins Aktivitäten um eine Operation des russischen Geheimdienstes gehandelt haben könnte - "eine sogenannte 'Honey Trap', eine süße Falle, die für die Eliten der westlichen Welt, vor allem der Vereinigten Staaten, gestellt wurde".
Die polnische Regierung lässt derzeit die US-Akten zum Fall Epstein auf mögliche Verbindungen zu Polen durchsuchen und hat eine Kommission unter Leitung des Justizministers Waldemar Zurek angekündigt.
Epstein-Skandal mit weitreichenden Auswirkungen
Jeffrey Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Nach seiner Verhaftung starb er 2019 im Alter von 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Der offizielle Obduktionsbericht nannte Suizid als Todesursache.
Der Fall sorgt weiterhin für politische Turbulenzen, nicht zuletzt wegen Epsteins Verbindungen zu Prominenten und einflussreichen Persönlichkeiten weltweit – darunter etwa die Trump-Familie. In den USA belastet der Skandal seit Monaten das Weiße Haus, und auch in mehreren europäischen Ländern wurden Untersuchungen eingeleitet.
Kirill Dmitrijew ist kein unbedeutender Akteur in Russlands Außenpolitik. Er fungiert als Russlands Chefunterhändler bei den Gesprächen mit den USA und hat dem Vernehmen nach gute Beziehungen zum Sondergesandten Donald Trumps, Steve Witkoff, aufgebaut. Diese Verbindung macht seine scharfen Aussagen im diplomatischen Kontext besonders brisant.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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