"Weder realistisch noch notwendig"
"Sterile Zone" im Gazastreifen? Experte warnt vor Israels Plan - im kostenlosen Video ansehen
Veröffentlicht:
von Emre BölükbasiDie israelischen Angriffe in Gaza hinterlassen eine Schneise der Verwüstung. Ein neuer Gaza-Plan Tel Avivs sorgt nun für Kritik. (Archivbild)
Bild: REUTERS
Was steckt wirklich hinter der "sterilen Zone", die Israel im Gazastreifen schaffen will? Ein Nahost-Experte befürchtet ein gefährliches Szenario.
Eine Region, in der die kriegsmüden Palästinenser:innen angeblich humanitäre Hilfe erhalten sollen - so beschreibt Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den Plan einer "sterilen Zone" im Süden des Gazastreifens.
Kritiker:innen befürchten jedoch weitere Fluchtströme in der Region. Der Nahost-Experte Robert Chatterjee sagt im :newstime-Interview über die "sterile Zone": "Das ist weder realistisch noch notwendig."
Sehen Sie hier das komplette Interview zum neuen Gaza-Plan Netanjahus!
Dauerhafte Besetzung statt Hilfslieferungen?
Israel begründe das Vorhaben unter anderem mit dem Argument, dass die Hamas die Hilfslieferungen erhalte. Dieses Argument hält Chatterjee aber für "nicht haltbar". Die israelische Regierung müsse den Hilfsorganisationen vor Ort erlauben, ihrer Arbeit nachzugehen. "Auch kurz vor Start dieser Initiative bricht das alles schon in sich zusammen und zahlreiche Hilfsorganisationen weisen darauf hin, dass so etwas gar nicht notwendig ist", so sein Fazit.
Der Experte befürchtet, dass andere Motive hinter diesem Gaza-Plan stecken könnten. "Den Menschen wäre viel mehr geholfen, wenn Israel freien Zugang dort lassen würde. Stattdessen steht zu befürchten, dass vor allen Dingen Menschen aus dem Norden des Gazastreifens nach Süden bewegt werden sollen, damit die israelischen Streitkräfte weite Gebiete im Norden des Gazastreifens dauerhaft besetzen und von Menschen quasi frei machen können", warnt er.
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