Konflikt im Persischen Golf

Spannungen steigen: Tanker unter Beschuss in Straße von Hormus

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Deutsche Minenjagdboote in Straße von Hormus?

Videoclip • 01:58 Min • Ab 12


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Nach einer kurzfristigen Öffnung verschärft Iran erneut die Lage in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Militärboote der Revolutionsgarden stoppen Handelsschiffe gewaltsam und geben Warnschüsse ab. Ein mit irakischem Öl beladener Supertanker gerät unter Beschuss.

Das Wichtigste in Kürze

  • Iranische Revolutionsgarden setzen die Sperre der Straße von Hormus gewaltsam durch.

  • Ein Supertanker mit irakischem Öl geriet unter Beschuss, blieb aber unbeschädigt.

  • Hintergrund ist die Eskalation im Konflikt um Sanktionen und Seeblockaden.

In der Straße von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen. Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.


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Militär stoppt Tanker mit Waffengewalt

Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) gab auf der Plattform X bekannt, dass sich zwei Schnellboote der Revolutionsgarden-Marine einem Tanker genähert und Schüsse abgegeben hätten, teilte UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Besatzungsmitglieder seien nicht verletzt worden. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.

Der militärische Zwischenfall folgt unmittelbar auf den Widerruf der eintägigen Öffnung der Meerenge durch Teheran. Die Revolutionsgarden hatten für den Fall einer Missachtung der Sperre mit Konsequenzen gedroht.

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Sperre nach kurzer Öffnung erneut durchgesetzt

Die iranische Ankündigung zur Öffnung und die anschließende Kehrtwende sorgen für weitere Verwirrung um die seit Kriegsbeginn unsichere Lage in der Straße von Hormus. Etwa zeitgleich zur Ankündigung aus Teheran, die Straße von Hormus erneut zu schließen, teilte das irakische Ölministerium mit, dass man die Ölexporte in den kommenden Tagen wiederaufnehmen werde. "Wir haben Tanker und große Unternehmen kontaktiert, um Ölexporte zu vereinbaren, und die Tür steht allen Unternehmen offen", hieß es laut einem Bericht der irakischen Staatsagentur INA.

Hintergrund der erneuten Sperrung ist die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen durch die USA. Teheran macht die uneingeschränkte Passage von der Aufhebung der US-Sanktionen abhängig.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur: dpa

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