Agrarkrise

Dammann pleite: Traditionshersteller für Landtechnik meldet Insolvenz an

Aktualisiert:

von Damian Rausch

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Insolvenz in Niedersachsen: Zukunft von 140 Mitarbeitern ungewiss

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


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Die anhaltende Schwäche der Agrarbranche bringt den nächsten Hersteller in Bedrängnis: Die Herbert Dammann GmbH aus Niedersachsen hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Für die rund 140 Beschäftigten gibt es jedoch zunächst Entwarnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Landtechnikhersteller Dammann aus Buxtehude hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

  • Sinkende Auftragseingänge und die Investitionszurückhaltung in der Landwirtschaft belasten das Unternehmen.

  • Die Gehälter der rund 140 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld vorerst bis Ende Juli 2026 gesichert.

Die Krise in der Landwirtschaft setzt immer mehr Unternehmen unter Druck. Nun hat die Herbert Dammann GmbH aus Buxtehude Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, heißt es der "Bild"-Zeitung zufolge. Der niedersächsische Familienbetrieb zählt seit Jahrzehnten zu den bekannten Herstellern von Spezialfahrzeugen und Geräten für die Landwirtschaft.

Sinkende Aufträge belasten das Geschäft

Das 1979 gegründete Unternehmen produziert unter anderem Technik für Pflanzenschutz, Kommunalbetriebe und Flughäfen. Zuletzt erwirtschaftete Dammann einen Jahresumsatz von rund 35 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben führten jedoch eine anhaltende Investitionszurückhaltung in der Branche, rückläufige Auftragseingänge und eine geringere Auslastung zu finanziellen Schwierigkeiten.

Die wirtschaftliche Schwäche der Agrarbranche trifft derzeit zahlreiche Hersteller von Landtechnik und Zulieferbetriebe.

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Sanierung unter eigener Regie

Trotz des Insolvenzantrags soll der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt fortgeführt werden. Bei einer Eigenverwaltung bleibt die Unternehmensführung im Amt und steuert den Sanierungsprozess selbst. Unterstützt wird sie dabei von einem gerichtlich bestellten Sachwalter.

Geschäftsführerin Nadine Dammann zeigte sich optimistisch: "Wir werden wie gewohnt weitermachen und gestärkt aus dieser Situation hervorgehen."

Mitarbeiter vorerst abgesichert

Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Per Hendrik Heerma bestellt. Er betonte die gute Marktposition des Unternehmens und erklärte: "Dammann verfügt über hochqualifizierte Mitarbeiter sowie eine in der Branche anerkannte Produktqualität."

Parallel zur Restrukturierung soll nach Investoren gesucht werden. Die rund 140 Beschäftigten wurden bereits informiert. Ihre Gehälter sind über das Insolvenzgeld zunächst bis Ende Juli 2026 gesichert. Produktion, Ersatzteilversorgung und Kundendienst laufen nach Unternehmensangaben ohne Einschränkungen weiter.


Verwendete Quellen:

Bild: "Landmaschinen-Hersteller meldet Insolvenz an"

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