An der koreanischen Grenze
Signal der Entspannung? Nordkorea baut Propaganda-Anlagen ab
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von dpaSüdkorea, Paju: Ein nordkoreanischer militärischer Wachposten (links) und ein Lautsprecher sind an der Grenze zu sehen.
Bild: Kim In-chul/Yonhap via AP/dpa
Erst schaltete Südkorea seine Lautsprecher ab – nun folgt der Norden. An der Grenze könnte es bald leiser und vielleicht auch ein Stück friedlicher werden.
Nordkorea hat entlang der Grenze zu Südkorea mit dem Abbau von Lautsprechern begonnen, die bisher für Propagandasendungen genutzt wurden. Das teilte der Generalstab in Seoul nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap mit.
Die Maßnahme erfolgt nur wenige Tage, nachdem Südkorea seine eigenen Lautsprecheranlagen vollständig entfernt hatte, um die Spannungen zwischen beiden Staaten zu verringern. Unklar ist laut Yonhap bislang, ob Nordkorea alle Lautsprecher abbauen wird. Das südkoreanische Militär kündigte an, die Lage weiter zu beobachten.
Südkorea ging mit Lautsprecher-Abbau voran
Südkorea hatte Sendungen über seine Lautsprecher bereits Mitte Juni eingestellt - ein Schritt, den der neue Präsident Lee Jae Myung als Teil seiner Bemühungen zur Annäherung an den Norden beschrieb. Seit seinem Amtsantritt verfolgt er das Ziel, die angespannten Beziehungen zu verbessern. Der Norden hatte Ende 2023 erklärt, beide Länder seien "feindliche" Staaten, und daraufhin Symbole der Zusammenarbeit entfernt.
Unter Lees Vorgänger Yoon Suk Yeol waren die Lautsprecher erstmals seit sechs Jahren wieder in Betrieb genommen worden, was eine Reaktion auf von Nordkorea gestartete Ballons war, die Müll nach Süden transportierten.
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