Skandal um Sexualstraftäter

Bondi wünscht Epstein-Komplizin Maxwell: Stirbt hoffentlich im Gefängnis

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von Michael Reimers

US-Justizministerin Pam Bondi musste sich vor Kongressabgeordneten kritischen Fragen stellen.

Bild: Tom Brenner/AP/dpa


Geht es nach US-Justizministerin Pam Bondi, kommt die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell nie wieder aus dem Gefängnis frei.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Justizministerin Bondi hat sich in drastischen Worten über Ghislaine Maxwell geäußert.

  • Die langjährige Komplizin des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein werde "hoffentlich im Gefängnis sterben", sagte Bondi.

  • Maxwell verbüßt seit 2022 wegen verschiedener Delikte im Zusammenhang mit dem Missbrauchring Epsteins in den USA eine 20-jährige Haftstrafe.

Sie wird 75 Jahre alt sein, wenn sie frühestens im Sommer 2037 das Gefängnis wieder verlassen darf: Ghislaine Maxwell, die aus Frankreich stammende Geschäftsfrau und langjährige Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, die seit 2022 wegen der Zuführung von Mädchen und jungen Frauen zu Epsteins Missbrauchsring eine Haftstrafe verbüßt.

Bei einer Anhörung vor Kongressabgeordneten, warum Maxwell trotz ihrer Verbrechen im Gefängnis eine Sonderbehandlung und Privilegien genieße, sagte die US-Justizministerin Pam Bondi am Mittwoch (11. Februar, Ortszeit), Maxwell werde "hoffentlich im Gefängnis sterben". Wie die "Frankfurter Rundschau" meldet, wiederholte Bondi diese drastischen Worte sogar noch einmal, als sie von Demokratin Deborah Ross befragt wurde, die für den Bundesstaat North Carolina im Repräsentantenhaus sitzt.

Zuhälterin Epsteins genießt im Knast Privilegien

Stein des Anstoßes war die Verlegung Maxwells von einem Bundesgefängnis in Florida in eine Einrichtung in Texas, die über die niedrigste Sicherheitsstufe verfügt. Als Sexualstraftäterin hätte ihr dies eigentlich nicht zugestanden, so Ross. Dazu habe sie sogar Privattraining erhalten, aber auch Zugang zu persönlicher Post und Sekretariatsdiensten.

Bondi erklärte bei der Anhörung: "Ich habe gesagt, ich bin nicht damit einverstanden, dass sie eine Sonderbehandlung bekommt." Sie habe erst erfahren, dass Maxwell in eine Haftanstalt mit demselben Sicherheitslevel verlegt worden sei, als der Transport bereits vollzogen gewesen sei. Dies unterliege dem Bureau of Prisons, einer dem Justizministerium unterstellten Behörde. "Ich hatte damit nichts zu tun", versicherte dem Bericht zufolge die einstige Trump-Anwältin: "Ich weiß nicht, warum das gemacht wurde."


Maxwell: Aussage gegen Begnadigung

Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge hatte Maxwell zuvor vor einem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses von ihrem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Laut US-Verfassung darf niemand in einem Strafverfahren zur Aussage gegen sich selbst gezwungen werden, heißt es bei dpa weiter. Maxwells Anwalt habe allerdings in Aussicht gestellt, dass Maxwell im Falle einer Begnadigung bereit sei, öffentlich auszusagen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

fr.de: "'Stirbt hoffentlich im Gefängnis': Trump-Ministerin mit heftiger Ansage an Epstein-Vertraute"

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