Friedensgespräche scheitern erneut
Selenskyj kritisiert Russlands Verzögerungstaktik und "Scheißgeschichten"
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
Kriegsverhandlungen ohne Durchbruch
Videoclip • 01:36 Min • Ab 12
- Anzeige -
- Anzeige -
Die trilateralen Verhandlungen in Genf zwischen Russland und der Ukraine enden erneut ohne greifbare Ergebnisse. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert die Gespräche scharf und wirft Russland vor, den Prozess bewusst zu verzögern.
Das Wichtigste in Kürze
Die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine enden erneut ohne greifbare Ergebnisse.
Selenskyj wirft Russland Verzögerungstaktiken vor und fordert europäische Vertreter:innen bei den Verhandlungen.
Die USA spielen eine führende Rolle bei der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands.
In Genf sind die trilateralen Friedensgespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA erneut ergebnislos zu Ende gegangen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Verhandlungen scharf und warf Russland vor, die Gespräche durch historische Diskussionen unnötig in die Länge zu ziehen. "Ich brauche keine historischen Scheißgeschichten, um diesen Krieg zu beenden und zur Diplomatie überzugehen. Denn das ist nur eine Verzögerungstaktik", schrieb Selenskyj in drastischen Worten auf der Plattform X.
Selenskyj betonte, dass er Russland und die Mentalität seiner Bürger:innen besser kenne als Präsident Wladimir Putin die Ukraine. Während Putin nur die großen Städte besucht habe, sei er selbst in kleinen Städten im Norden und Süden des Landes gewesen und habe ein tiefes Verständnis für die Menschen dort. "Aus diesem Grund will ich keine Zeit mit alldem verlieren", so Selenskyj weiter. Sein Fokus liege auf einer Lösung des Krieges, die Sicherheit und Frieden bringe.
Externer Inhalt
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.
Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.
- Anzeige -
- Anzeige -
Forderung nach europäischer Beteiligung
Nach den zweitägigen Gesprächen in Genf zeigte sich Selenskyj enttäuscht über die Ergebnisse und forderte eine Fortsetzung der Verhandlungen noch im Februar. "Ich möchte unterstreichen, dass das nächste Treffen ebenfalls in der Schweiz stattfindet", sagte der Präsident in einem Interview mit Piers Morgan. Russland hat bisher weder einen Termin noch einen Ort für weitere Gespräche bestätigt.
Selenskyj betonte erneut die Bedeutung europäischer Vertreter:innen bei den Verhandlungen, obwohl Russland dies ablehnt und die Europäer:innen als Kriegspartei betrachtet. "Für uns ist ihre Rolle von großer Bedeutung", erklärte Selenskyj. Er wies darauf hin, dass Europa eine zentrale Rolle bei der Lösung des Konflikts spielen müsse, trotz der schwierigen Diskussionen um ihre Einbindung.
USA als führende Kraft bei Waffenstillstand
Militärisch seien bei den Gesprächen Fortschritte erzielt worden, insbesondere im Hinblick auf eine Überwachung eines möglichen künftigen Waffenstillstands. Die USA übernähmen dabei eine "führende Rolle", so Selenskyj. Zu weiteren Details äußerte sich der ukrainische Präsident jedoch nicht. Im politischen Bereich blieben viele Fragen offen, was eine schnelle Lösung erschwere.
Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine dauert inzwischen fast vier Jahre an und geht nächste Woche in sein fünftes Jahr. Trotz westlicher Unterstützung für die Ukraine scheint ein Ende der Invasion vor dem Jahrestag am 24. Februar nicht in Sicht.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Selenskyj auf X
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
- Anzeige -
- Anzeige -
Mehr entdecken

Bundeskanzler
Merz vor CDU-Parteitag: "Kenne manche Kritik"

Epstein-Skandal
Der Fall Prinz Andrew: Das bedeutet die Festnahme für das britische Königshaus

Rekordzahlen in Österreich
West-Nil-Virus rückt näher: Was das für Deutschland bedeutet

Polit-Talkshow
"Maybrit Illner": Darum geht es am Donnerstag im ZDF, das sind die Gäste

Politik-Talkshow
"Markus Lanz" am Donnerstag: Darum geht's, das sind die Gäste

Steuerfreier Hinzuverdienst
Neue Aktivrente: Deshalb fehlte der Steuervorteil im Januar
