"Schafft nur Verunsicherung"
Rente mit 70? Woidke kritisiert Reiches Vorstoß zur Lebensarbeitszeit
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von dpaBrandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) positioniert sich gegen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters.
Bild: Patrick Pleul/dpa
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert längeres Arbeiten – doch Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke warnt: Für viele sei das schlicht nicht machbar. Er kritisiert die Debatte als realitätsfern und schlägt Alternativen vor.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält nichts von einer Erhöhung des Renteneintrittsalters. "Für viele Menschen, die hart arbeiten, wie im Straßenbau, Dachdecker und in weiteren Berufen ist es nicht möglich", sagte Woidke der "Märkischen Allgemeinen" am Mittwoch (30. Juli). Wer so etwas fordere, schaffe Verunsicherung bei den Menschen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte am Wochenende eine Debatte darüber ausgelöst.
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Reiche: Mehr und länger arbeiten
"Der demografische Wandel und die weiter steigende Lebenserwartung machen es unumgänglich: Die Lebensarbeitszeit muss steigen", sagte die CDU-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Wir müssen mehr und länger arbeiten." Die Regelaltersgrenze für die Rente ohne Abschläge wird seit 2012 und bis 2031 schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben. Unterstützung erhielt Reiche aus der Wirtschaft.
Kein höheres Renteneintrittsalter in Planung
Die Bundesregierung plant kein höheres Eintrittsalter für die Rente. "Statt einer weiteren Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters wollen wir mehr Flexibilität beim Übergang vom Beruf in die Rente", heißt es im Koalitionsvertrag von Union und SPD. Sie planen unter anderem eine "Aktivrente", die Menschen durch Anreize motivieren soll, auch länger zu arbeiten.
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