Ukraine-Krieg

Selenskyj optimistisch: Sicherheitsdokument mit USA für Kriegsende fast fertig

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von Michael Reimers

Laut Selenskyj (Bild) kann nun Präsident Trump der Ukraine-Plan vorgelegt werden. (Archivbild)

Bild: Tom Nicholson/PA Wire/dpa


Selenskyj meldet Fortschritte bei einem Sicherheitsabkommen mit den USA. Ein mögliches Kriegsende rückt näher, während Russland weiter zivile Infrastruktur angreift.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Sicherheitsabkommen zwischen den USA und der Ukraine steht laut Präsident Selenskyj kurz vor dem Abschluss.

  • Washington soll nun mit Moskau über ein mögliches Kriegsende sprechen.

  • Während die Diplomatie Fahrt aufnimmt, setzt Russland seine Angriffe auf zivile Infrastruktur fort.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht deutliche Fortschritte bei den Verhandlungen über ein bilaterales Sicherheitsabkommen mit den USA. Das Dokument sei "im Grunde bereit" für die Finalisierung mit US-Präsident Donald Trump, teilte Selenskyj in sozialen Medien mit. Damit rückt ein mögliches Ende des seit fast vier Jahren andauernden Krieges möglicherweise in greifbare Nähe.

Internationale Bemühungen um Kriegsende nehmen Fahrt auf

Nach dem Gipfeltreffen der "Koalition der Willigen" - einer Gruppe von Unterstützerstaaten der Ukraine - haben Sicherheitsberater:innen die Gespräche in Frankreich laut ukrainischen Angaben fortgesetzt. Selenskyj betonte die Bedeutung der erfolgreichen Bündelung europäischer und amerikanischer Bemühungen. Neben Sicherheitsfragen wurden auch Dokumente zum Wiederaufbau und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beraten.

Ein zentrales Thema der Verhandlungen war der grundlegende Rahmen für eine Beendigung des Krieges. Die Ukraine hat dabei eigene Vorschläge zur Fertigstellung eines entsprechenden Dokuments vorgelegt.

Kiew erwartet US-Vermittlung mit Russland

Die ukrainische Regierung geht davon aus, dass die US-Seite nun mit Moskau sprechen wird, und erwartet eine Rückmeldung, ob Russland zum Kriegsende bereit ist. Selenskyj forderte in diesem Zusammenhang einmal mehr internationalen Druck auf Russland. Die Machbarkeit künftiger Sicherheitsgarantien müsse durch die Fähigkeit der ukrainischen Partner bewiesen werden, wirksam auf Moskau einzuwirken.

Bei dem Treffen der Unterstützerstaaten in Paris hatte eine internationale Schutztruppe zur militärischen Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine konkrete Form angenommen. Frankreich, Großbritannien und einige andere Länder haben ihre Bereitschaft erklärt, Truppen in die Ukraine zu entsenden. Deutschland will sich an einem Militäreinsatz auf benachbartem NATO-Gebiet beteiligen.

Moskaus Außenamtssprecherin Maria Sacharowa wiederholte in einer Reaktion auf das Pariser Treffen die russische Position, dass ausländische Truppen und Stützpunkte in der Ukraine als legitime Ziele angesehen würden - mit explizitem Bezug auf Frankreich und Großbritannien.

Anhaltende russische Angriffe auf zivile Infrastruktur

Während die diplomatischen Bemühungen voranschreiten, setzt Russland seine Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur fort. In der Nacht auf Donnerstag (8. Januar) kam es in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja zu massiven Stromausfällen. Etwa 800.000 Verbraucher:innen waren im Gebiet Dnipropetrowsk am Morgen weiterhin ohne Stromversorgung.

Selenskyj verurteilte diese Angriffe scharf: "Das ist Russlands Krieg gegen das ukrainische Volk und das Leben in der Ukraine - ein Versuch, die Ukraine zu brechen." Es gebe keine militärischen Gründe für solche Angriffe auf den Energiesektor, die Menschen mitten im Winter ohne Elektrizität und Heizung zurücklassen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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