Konflikt

Nordkorea testet neues Raketensystem: "Unverzichtbare Voraussetzung"

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat die jüngsten Raketen- und Waffentests laut Staatsmedien persönlich überwacht.

Bild: Uncredited/KCNA/KNS/dpa


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Pjöngjang treibt die Modernisierung seiner Streitkräfte weiter voran: Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein neues Raketenstartsystem und Marschflugkörper getestet. Machthaber Kim Jong-un bezeichnete die Waffen als entscheidend für die militärische Stärke des Landes. In Südkorea sorgen die Tests erneut für Alarmstimmung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nordkorea hat erneut Raketen und neue Waffensysteme getestet.

  • Kim Jong-un spricht von einem wichtigen Schritt zur Modernisierung der Streitkräfte.

  • Südkorea reagierte gemeinsam mit den USA und Japan mit erhöhter Alarmbereitschaft.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erneut mehrere moderne Waffensysteme getestet. Es ist bereits der achte bekannte Waffentest des international isolierten Landes im Jahr 2026.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, wurden am Dienstag (26. Mai) ein neues Raketenstartsystem sowie ein neues Marschflugkörper-Waffensystem erprobt. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un soll die Tests persönlich überwacht haben.

Im Anschluss sprach Kim von einem "klaren Signal für die Modernisierung unserer Streitkräfte". Laut KCNA erklärte er zudem: "Es ist eine unverzichtbare Voraussetzung für das Wirken unserer Armee, über eine derart zerstörerische Kraft zu verfügen". Weiter hieß es, diese Waffen machten es "für jede feindliche Streitmacht theoretisch unmöglich, zu überleben".

Südkorea meldet mehrere gestartete Geschosse

Die südkoreanische Armee hatte die Tests bereits zuvor registriert. Nach Militärangaben wurden mehrere Geschosse aus der nordkoreanischen Stadt Chongju abgefeuert. Darunter soll sich auch eine ballistische Kurzstreckenrakete befunden haben.

Die Raketen seien rund 80 Kilometer weit geflogen und anschließend im Gelben Meer zwischen China und der koreanischen Halbinsel niedergegangen. Nordkoreanischen Staatsmedien zufolge kam bei den Tests unter anderem ein "hochpräzises autonomes Navigationssystem" zum Einsatz.

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Seoul erhöht die Alarmbereitschaft

Die Entwicklungen sorgten in Südkorea erneut für Besorgnis. Das Militär versetzte sich nach eigenen Angaben in erhöhte Alarmbereitschaft. Zudem tauschten Südkorea, die USA und Japan engmaschig Geheimdienstinformationen über die Tests aus.

Bereits im April hatte Nordkorea erklärt, bei Raketentests auch Streumunition eingesetzt zu haben. Diese Waffen sind international geächtet. Wegen seines Atom- und Raketenprogramms unterliegt Nordkorea seit Jahren Sanktionen der Vereinten Nationen.

Auch in den News:

Nordkorea und Russland rücken enger zusammen

Parallel dazu wachsen die Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland weiter. Beobachter:innen gehen davon aus, dass Pjöngjang Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Waffen unterstützt.

Außerdem sollen nordkoreanische Soldat:innen an der Seite russischer Truppen kämpfen. Die Zusammenarbeit zwischen Kim Jong-un und Russlands Präsident Wladimir Putin gilt seit Beginn des Ukraine-Kriegs als deutlich enger.


Verwendete Quellen:

Frankfurter Rundschau: "'Zerstörerische Kraft': Nordkorea meldet Test von neuem Raketensystem und Marschflugkörpern"

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