Wohnungen für Hinterbliebene

Nordkorea instrumentalisiert gefallene Soldaten in Russlands Krieg

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un weiht einen Neubau ein. (Archivbild)

Bild: Korean Central News Agency/Korea News Service via AP


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Tausende nordkoreanische Soldaten starben Medienberichten zufolge in Russlands Krieg gegen die Ukraine. Pjöngjang verwandelt ihren Tod nun in Propaganda.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Einsatz Tausender Soldaten an Russlands Front in der Ukraine lässt Kim Jong Un Wohnungen für ihre Familien eröffnen.

  • In seiner Rede preist er sie als Märtyrer.

  • Mindestens 2.000 Nordkoreaner sollen bislang im Ukraine-Krieg getötet worden sein.

Im Herbst 2024 wurden rund 11.000 nordkoreanische Soldaten nach Russland entsandt. Sie sollten Moskau bei der Rückeroberung von Kursk helfen, wo Moskau nach einem ukrainischen Überraschungsangriff hohe Gebietsverluste hinnehmen musste. Dich dafür bezahlten die nordkoreanischen Einheiten einen hohen Blutzoll. Südkoreanischen Angaben zufolge sind bislang etwa 2.000 von ihnen getötet worden.

Pjöngjang versucht jetzt diesen Einsatz propagandistisch auszuschlachten. Machthaber Kim Jong Un hat Wohnungen für die Familien von in Russlands Krieg gegen die Ukraine getöteten nordkoreanischen Soldaten enthüllt. Mit dem Bau bezwecke das isolierte Regie, dass "seine vortrefflichen Söhne, die das Heiligste verteidigt haben, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer weiterleben", sagte Kim in einer Rede, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag berichtete.

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Kim eröffnet Wohnungen für Hinterbliebene von Kriegstoten

Von KCNA veröffentlichte Bilder zeigten Kim in Begleitung seiner Tochter und möglichen Nachfolgerin Kim Ju Ae bei der Eröffnung der Wohnungen entlang der Straße Saeppyol. Ein Foto zeigt Kim, wie er auf einem Sofa offenbar mit Angehörigen eines gefallenen Soldaten spricht, seine Tochter steht hinter ihnen. "Vor ihrem Tod werden sich die heldenhaften Märtyrer vor dem inneren Auge ihre geliebten Familien in dem ewig aufblühenden Land ausgemalt haben", sagte Kim in seiner Rede. Auffällig ist, was in dem Bericht fehlt: Der KCNA-Bericht erwähnt Russland nicht direkt, obwohl der Kriegsschauplatz eindeutig ist. Vergangene Woche hatte Kim jedoch erklärt, alle Entscheidungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin "bedingungslos zu unterstützen".



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

KCNA

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