Geheime Sitzung

Neue Hiobsbotschaft für die Merz-CDU

Veröffentlicht:

von Joachim Vonderthann

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Strack-Zimmermann: Trump zeigt Merz den “Mittelfinger”

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In der CDU-Spitze sorgt eine mögliche Austrittswelle für Unruhe: Laut einer internen Hochrechnung könnte die Partei bis 2029 rund 50.000 Mitglieder verlieren.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Jahr 2026  läuft für CDU bislang alles andere als glücklich.

  • Neben Umfragetief und Dauerstreit mit dem Koalitionspartner SPD kommen jetzt neue schlechte Nachrichten hinzu.

  • Die Partei von Kanzler Merz verliert zunehmend Mitglieder. Der Grund dafür ist bereits ausgemacht.

Dauerkrise mit dem Koalitionspartner SPD, in den Umfragen hinter der AfD und ein unbeliebter Parteichef: Die CDU hat derzeit massive Probleme - und ein weiteres kommt offenbar hinzu. Nach Informationen von "Bild" hat Generalsekretär Carsten Linnemann in der Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag (4. Mai) von einer möglichen Austrittswelle berichtet.

Demnach könnte die Partei bis zum Ende der Legislaturperiode rund 50.000 Mitglieder verlieren – ein Minus von etwa 14 Prozent bis 2029. Grundlage der Hochrechnung sei eine Mitgliederzahl von rund 356.000 Menschen Ende 2025.

Linnemann selbst wollte die Aussagen aus der internen Sitzung auf "Bild"-Nachfrage nicht kommentieren. Dem CDU-Präsidium, in dem er die Zahlen vorgestellt haben soll, gehören unter anderem Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz, seine Stellvertreter:innen sowie weitere führende CDU-Politiker:innen an.


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Nach Informationen aus Parteikreisen, auf die sich der Bericht beruft, soll es sich bei der Zahl von 50.000  um ein reines "Worst-Case"-Szenario handeln. Die Hochrechnung sei nicht in Stein gemeißelt, sondern bilde nur einen kurzfristigen Trend ab. Dennoch werde intern eingeräumt, dass die Entwicklung mit der Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung und Kanzler Merz zusammenhängt. 2026 sei aus CDU-Sicht bislang kein gutes Jahr gewesen, hieß es weiter.

Das sah 2024 laut dem Bericht noch ganz anders aus. Da verbuchte die damalige Oppositionspartei einen Mitgliederzuwachs von mehr als 20.000 Eintritten und überholte erstmals die SPD als mitgliederstärkste Kraft in Deutschland. Der Grund seinerzeit aus Sicht der Partei: "Zugpferd" Merz, der als Oppositionsführer die Ampel-Koalition unter Druck setzte.

Neben der politischen Großwetterlage spielt auch die Mitgliederstruktur eine wichtige Rolle. Laut "Bild" kämpft die CDU seit längerem mit einer überdurchschnittlich alten Basis. Aus Parteikreisen heißt es gegenüber der Zeitung, dass der Schwund vor allem darauf zurückzuführen sei, "dass Mitglieder sterben". Ziel der Parteiführung sei es deshalb, dass die Zahl der aktiven Eintritte die Zahl der bewussten Austritte übersteigt.

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