Geschichte hinter dem Feiertag
Pfingsten 2026: Deshalb feiern wir das Fest - und wer hat frei?
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
So nutzt man die Brückentage 2026 am besten
Videoclip • 01:38 Min • Ab 12
An Weihnachten feiern Christ:innen Jesus' Geburt, an Ostern seine Auferstehung. Aber was war an Pfingsten gleich nochmal los? Wir klären auf.
Das Wichtigste in Kürze
Pfingsten fällt in diesem Jahr auf das vorletzte Mai-Wochenende.
Das christliche Fest steht etwas im Schatten von Weihnachten und Ostern.
Pfingsten gilt jedoch als Geburtstag der christlichen Kirche.
Wann ist Pfingsten in diesem Jahr?
Pfingsten ist nach Weihnachten und Ostern das dritte hohe christliche Fest. Pfingsten gilt als Geburtstag der christlichen Kirche und markiert den Beginn der Verbreitung der christlichen Botschaft. Gefeiert wird es immer 50 Tage nach Ostern, in diesem Jahr am 24. Mai, Pfingstsonntag, und am 25. Mai, Pfingstmontag, der bundesweit ein gesetzlicher Feiertag ist.
Welche religiöse Bedeutung hat Pfingsten?
Laut der biblischen Überlieferung kam der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger herab, als sie 50 Tage nach der Auferstehung von Jesus zum jüdischen Pfingstfest (Schawuot) in Jerusalem versammelt waren. Er machte aus den verängstigten Jüngern Jesu mutige Menschen, die ihren Glauben verkündeten. In der Apostelgeschichte heißt es: "Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab."
Was macht der Heilige Geist?
Der Heilige Geist ist eine theologische Figur, um die Gegenwart Gottes in der Welt zu bezeichnen. Für die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist der Heilige Geist "die Kraft Gottes, die Christen über sich hinauswachsen lässt". Im Katechismus der katholischen Kirche heißt es: "Der Geist ist unsichtbar, aber wir erkennen ihn durch sein Handeln, wenn er uns das Wort offenbart und wenn er in der Kirche wirkt".
Wie feiern Christ:innen das Pfingstfest?
Christ:innen feiern Pfingsten mit Festgottesdiensten, die sowohl bei Katholik:innen als auch bei Protestant:innen im ganzen Land stattfinden. Viele Kirchengemeinden setzen vor allem auf Gottesdienste im Freien. Mit Pfingsten sind auch Konfirmationen bei Protestant:innen beziehungsweise Firmungen bei Katholik:innen verbunden - bei diesen Feiern wird die Aufnahme von meist jugendlichen Christ:innen in die Gemeinde bestätigt oder abgeschlossen.
Was hat es mit Tauben, Feuerzungen und Pfingstochse auf sich?
Die Taube ist in der christlichen Kunst das gängigste Motiv, um den Heiligen Geist darzustellen. Sie schwebt über Kanzeln, ist zuweilen auf Taufbecken zu sehen und natürlich auf Altären und Deckenmalereien in den Kirchen. Die Dreifaltigkeit — Gott als Vater, Jesus als Sohn und der Heilige Geist in Gestalt einer Taube — ist als Bildthema bis in die Neuzeit überliefert worden.
Ein weiteres Motiv zu Pfingsten sind die Feuerzungen. Sie sollen auf die Jünger Jesu herabgegangen sein und sollen diesen ermöglicht haben, in verschiedenen Sprachen zu predigen. So konnte die christliche Botschaft unter den verschiedensten Volksgruppen verbreitet werden. Man spricht auch vom sogenannten Pfingstwunder. In manchen Gottesdiensten zu Pfingsten werden rote Blütenblätter verstreut. Sie sollen die Feuerzungen symbolisieren.
Und dann gibt es noch den Pfingstochsen. Rein theologisch hat er keine Verbindung zum christlichen Fest. Es handelt sich vielmehr um einen bis heute gängigen Brauch, den ersten Weidegang oder Almauftrieb des Viehs im Frühling betreffend. Dieser Gang fiel oftmals mit Pfingsten zusammen. Das stattlichste Tier, der Pfingstochse, wird festlich mit Blumen sowie Bändern geschmückt und führt die Herde an.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Domradio.de: "Von Rindviechern und schmucken Zweibeinern"
mdr.de: "Pfingsten 2026: "Feuer und Flamme sein"
Nachrichtenagentur dpa
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