Ex-Doge-Chef
Musk hätte lieber nicht für Trump gearbeitet: "Sie hätten die Autos nicht angezündet"
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von dpaZu Anfang von Donald Trumps (rechts) Präsidentschaft galt Elon Musk (zweiter von rechts) noch als sein enger Vertrauter. (Archivbild)
Bild: Evan Vucci/AP/dpa
Kritik, Proteste und brennende Teslas: Das hätte sich Elon Musk gern erspart. In einem Podcast zieht der Tech-Milliardär eine verhaltene Bilanz.
Das Wichtigste in Kürze
Elon Musk sprach in einem Podcast über seine Arbeit für die US-Behörde Doge: "Wir waren einigermaßen erfolgreich."
Er hätte gern mehr eingespart, sehe aber ein, dass die Kürzung staatlicher Zahlungen schwierig ist.
Statt für Trump zu arbeiten, hätte sich Musk rückblickend lieber auf sein Kerngeschäft Tesla, SpaceX oder die Online-Plattform X konzentriert.
Er ließ Behördenmitarbeiter:innen entlassen und Budgets zusammenstreichen – Elon Musks persönliche Bilanz seiner Arbeit für Donald Trump fällt aber nicht überragend aus. "Wir waren einigermaßen erfolgreich", sagte Musk in einem Podcast. "Wir haben eine Menge Finanzierungen gestoppt, die wirklich keinen Sinn ergaben", begründete der Milliardär seine Einschätzung. Noch einmal würde er den Job aber nicht machen.
Musk hatte Trumps Wahlkampf unterstützt und wurde nach der Amtseinführung mit Kostensenkungen im Regierungsapparat beauftragt. Die durch das von ihm geschaffene Gremium Doge (Department of Government Efficiency) durchgesetzten Haushaltskürzungen und Stellenstreichungen sorgten zum Teil für heftige Kritik und Proteste.
Musk: "Zombie-Zahlungen" gestoppt
Musk sagte, er habe 100 bis 200 Milliarden Dollar an "Zombie-Zahlungen" pro Jahr gestoppt. Es sei aber wirklich schwer, mehr als zwei oder drei Prozent staatlicher Zahlungen zu verhindern.
Er denke nicht, dass er Doge noch einmal machen würde, antwortete Musk auf eine entsprechende Frage der Moderatorin Katie Miller in deren Podcast. Auf die Nachfrage, ob er mit dem Wissen von heute wieder eine solche Aufgabe übernehmen würde, sagte Musk: "Ich hätte stattdessen im Wesentlichen an meinen Unternehmen gearbeitet. Und sie hätten die Autos nicht angezündet."
Tech-Milliardär war nach der Wahl ein enger Vertrauter Trumps
Musk führt mehrere einflussreiche Unternehmen, etwa den Autohersteller Tesla, das Raumfahrtunternehmen SpaceX und die Online-Plattform X. Sein Einsatz für Trump hatte auch dazu geführt, dass im Protest Tesla-Fahrzeuge in Flammen aufgingen. Musk sagte: "Wenn man verhindert, dass Geld in die politische Korruption fließt, dann werden sie heftig zurückschlagen."
Musk war nach der Wahl ein enger Vertrauter Trumps, der bei vielen Events im Weißen Haus quasi zum Schatten des Präsidenten wurde. Doch dann folgte im Sommer eine Schlammschlacht zwischen den beiden Männern, entzündet an den von Musk strikt abgelehnten Plänen Trumps in der Haushaltspolitik.
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