Reaktion auf Taucher

LIVE: Wal Timmy schlägt heftig mit Schwanzflosse – Rettungsaktion läuft

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

:newstime

Letzte Rettungsaktion für Wal Timmy

Videoclip • 21 Sek • Ab 12


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Der Wal bewegt sich und zeigt eine Reaktion: Timmy hat mit seiner Schwanzflosse gewedelt. Wie geht es nun weiter bei der Rettungsaktion in der Ostsee? Hier live verfolgen.

Die private Rettungsaktion ist angelaufen – nun folgt Tag zwei. Der gestrandete Buckelwal Timmy vor der Ostsee-Insel Poel hat am Freitagmorgen (17. April) mit heftigen Bewegungen auf einen sich nähernden Taucher reagiert – und mit der Schwanzflosse gewedelt. Um fast 90 Grad hatte sich das Tier gedreht, Helfer:innen entfernten sich daraufhin. Die Beruhigung des Tiers folgte bereits nach wenigen Minuten, dann lag es wieder still im Wasser.

Um kurz nach 8 Uhr waren sechs Helfer:innen auf Booten im Morgennebel zum Wal gefahren. Im Livestream von News5 war zu sehen, wie sie seinen Zustand überprüften und ein nasses Tuch auf dem Rücken des Wals wechselten.

Im Laufe des Tages wird planmäßig der Versuch unternommen, das tonnenschwere Tier mit Luftkissen anzuheben. Jedoch muss zunächst Meeresboden unter dem Tier weggespült werden.

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Private Initiative steckt hinter Rettungsversuch

Für den Wal hatte der neue Rettungsversuch am Donnerstag (16. April) begonnen. Umgesetzt wird das Konzept von einer privaten Initiative, die für die Aktion laut Umweltministerium die Verantwortung trägt.

Bisher wurde der Wal bei der Rettungsaktion von Helfer:innen zunächst mit Wasser bespritzt. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) ordnete bereits ein, die angewendeten Luftkissen würden auch dazu dienen, Schlick unter dem Wal wegzuspülen.

Der Wal soll anschließend auf einer Plane zwischen zwei Schwimmkörpern in die Nordsee beziehungsweise den Atlantik transportiert werden. Ein Schlepper soll die beiden Pontons dann bis in die Nordsee und den Atlantik ziehen, um den Wal dort freizulassen.

Hinter dem Konzept stehen neben dem Mediamarkt-Gründer Walter Gunz die Unternehmerin Karin Walter-Mommert, die aus dem Pferdesport bekannt ist. Ohne die Aktion werde der Wal in jedem Fall sterben, hatte Gunz der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet." Walter Gunz finanziert den neuen Rettungsversuch für Buckelwal Timmy.


Nabu-Experte bezeichnet Situation als "furchtbar"

Der Leiter der Abteilung Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Kim Detloff, ist von der Rettungsaktion rund um den gestrandeten Wal vor der Insel Poel überhaupt nicht begeistert. "Dieser massive öffentliche Druck hat dazu geführt, eine Entscheidung zu treffen, die man vor einer Woche hätte treffen müssen", hatte Detloff der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag gesagt. Dass die Rettung gelingt, glaubt der Experte nicht.

"Es ist furchtbar. Wir dachten, der Wal stirbt in drei bis sechs Tagen, und jetzt liegt er dort seit 16 Tagen", sagt der Meeresschutz-Experte. Normalerweise würde ein Wal bei einer Strandung binnen Tagen sterben. "Wir müssen mit Indizien arbeiten, und da sind Prognosen einfach sehr schwierig."

Luftkissen sollen Timmy anheben

Seit Wochen bewegt das Schicksal des gestrandeten Buckelwals viele Menschen. Seit dem 31. März liegt das Tier in etwa 1,50 Meter Wassertiefe vor Poel.

Zuletzt sah alles danach aus, dass die Reise des Wals vor der Insel Poel enden würde. Expert:innen hatten erklärt, dem kranken und geschwächten Tier könne nicht sinnvoll geholfen werden. Es sei das Beste, ihn in Ruhe und Würde sterben zu lassen. Bei einer Pressekonferenz in Schwerin kündigte Backhaus am Mittwoch (15. April) dann eine Kehrtwende an.


"Er ist nicht aktiv, er ist erst recht nicht agil, aber er zeigt, dass da Leben noch drinsteckt", sagte auch Backhaus nochmals. "Er hat sicher schwere Schäden, das ist so." Aber vielleicht gelinge die Rettung dennoch.

Die Verantwortung für die Aktion liege komplett bei den Initiatoren, betonte Backhaus, auch finanziell. "Die haben unser Haus komplett freigestellt."


Verwendete Quellen:

Regierung Mecklenburg-Vorpommern: "PRESSEEINLADUNG: Privatinitiative will gestrandeten Wal vor Poel retten"

Nachrichtenagentur dpa

Bild: "Timmy soll mit Luftkissen gerettet werden"

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