G7-Gipfel in Kanada
Merz im :newstime-Interview zum G7-Gipfel: Iran verantwortlich für "große Teile des Terrors in der Welt"
Aktualisiert:
von Christopher SchmittFriedrich Merz (CDU) stand in Kanada Rede und Antwort zum G7-Gipfel.
Bild: :newstime
Der G7-Gipfel in Kanada steht unter dem Eindruck der Kriege in Nahost und in der Ukraine. Im :newstime-Interview mit Heiko Paluschka erläutert Kanzler Friedrich Merz die Haltung der G7 zum Iran - und berichtet, was er Donald Trump zum Thema Ukraine mitgegeben habe.
Die Schlagzeilen zum G7-Gipfel beherrschte einmal mehr Donald Trump. Der US-Präsident hatte den G7-Gipfel in Kanada wegen der Nahost-Krise überraschend verlassen und Rätsel aufgegeben über das weitere Vorgehen Amerikas. Doch wie bewertet Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den Gipfel bis jetzt? Und wie steht es um die Einigkeit der G7-Staaten bezüglich der Kriege in Nahost und in der Ukraine?
Im exklusiven :newstime-Interview mit Heiko Paluschka, dem Leiter des Hauptstadtstudios in Berlin, gibt der CDU-Chef Auskunft.
"Es wäre natürlich gut gewesen, wenn der amerikanische Präsident auch noch dabei gewesen wäre, aber das wird den Erfolg dieses Gipfels nicht beeinträchtigen", so Merz zu Trumps vorzeitigem Abgang. Man habe bis in den Abend ausführliche Gespräche geführt und "das wichtigste Dokument, nämliche eine gemeinsame Erklärung zu Israel und Iran einvernehmlich beschlossen".
"Die Einstufung des Iran als Terrorstaat, des Mullah-Regimes als Terror-Regime, der Revolutionsgarden als Terrororganisation" sei laut des Bundeskanzlers eine lange Diskussion in den letzten Monaten sowohl in der Europäischen Union als auch in den USA vorangegangen. Der Iran unter den Mullahs sei verantwortlich für "große Teile des Terrors in der Welt".
Merz zur Ukraine: "Amerika sollte mehr tun"
Auch Russlands Angriffskrieg in der Ukraine sei Thema in den Gesprächen zwischen Merz und Trump gewesen. "Ich habe auch noch einmal aus meiner Sicht versucht, dem amerikanischen Präsidenten darzulegen, in welcher Situation wir sind und welche Verantwortung Amerika in dieser Frage hat", berichtet Merz im Gespräch mit Paluschka. Es gebe nur zwei Staaten, die auf wirtschaftspolitischem Wege Russland zu einem Ende des Krieges drängen könnten: "China wird das nicht tun, dann bleibt Amerika", so Merz. "Amerika sollte mehr tun, um diesen Krieg zu beenden."
Aus den G7 werden die G6
Trump hatte zuvor unmittelbar nach seinem Abschied mit einem Social-Media-Post gegen seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron ausgeteilt und erklärt, dass er nicht nach Washington zurückreise, um eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran zu erreichen, sondern "etwas viel Größeres". Was er vorhat, sagte er allerdings nicht.
Am zweiten Gipfeltag schrumpft die G7 also zur G6 - und Trump ist bei einem wichtigen Termin nicht mit dabei: einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Auch mit den Gästen der G7 aus Mexiko, Indien, Südafrika, Indonesien oder Südkorea kann der US-Präsident nicht zusammentreffen.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
Mehr News

Trump beansprucht Insel für USA
USA und Dänemark: Krisengipfel um Grönland ohne Durchbruch

Spanien
Bizarrer Vorfall am Flughafen von Teneriffa: Senior will mit toter Ehefrau in den Flieger

Öko-Test
Gesalzene Erdnüsse im Test: Viele "sehr gut", ein Produkt fällt krachend durch

Motorradhersteller
KTM AG baut 500 Stellen ab – auch Führungskräfte betroffen

Täter festgenommen
Messerangriff in Ulm: Zwei Verletzte nach Angriff in Elektronikmarkt

Amüsante Panne
Ist das Pistorius – oder Laschet? EU-Politikerin verwechselt Politiker

Diskussion im Parlament
Abschied vom Bürgergeld: Schwarz-Rot verteidigt neue Grundsicherung im Bundestag

Razzia
Timoschenkos Parteibüro durchsucht: Ukraines Ex-Regierungschefin im Fokus der Behörden

400.000 Euro Schaden im Unterallgäu
Dank bellender Hunde: Frau in Stetten vor Brand gerettet

