Ukraine-Konflikt
Merz glaubt nicht mehr an Putin-Selenskyj-Treffen
Aktualisiert:
von Rebecca RudolphMerz zeigt sich in Frankreich skeptisch: Ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj scheint in weiter Ferne.
Bild: :newstime
Bundeskanzler Merz rechnet nicht mehr mit einem baldigen Treffen zwischen Putin und Selenskyj und stellt sich damit gegen frühere Signale aus Washington.
Das Wichtigste in Kürze
Merz hält ein direktes Gipfeltreffen zwischen Putin und Selenskyj für unrealistisch.
Trump hatte nach einem Telefonat mit Putin erklärt, dieser habe zugestimmt, doch Moskau sprach nur von Gesprächen auf höherer Ebene.
Außenminister Wadephul äußert ebenfalls Zweifel an baldigen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.
Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet nicht mehr mit einem baldigen Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in dessen Sommerresidenz Fort de Brégançon an der Côte d’Azur erklärte Merz zu den diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs:
Wir müssen uns mit diesem Thema heute erneut beschäftigen und dies vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es offensichtlich nicht zu einem Treffen zwischen Präsident Selenskyj und Präsident Putin kommen wird.
Das sei "anders, als es zwischen Präsident Trump und Präsident Putin in der letzten Woche verabredet war, als wir gemeinsam in Washington waren", so Merz.
Moskau dämpft Erwartungen an Gipfeltreffen und setzt auf Verhandlungen in Etappen
US-Präsident Trump hatte nach einem Telefonat mit Putin Anfang der vergangenen Woche mitgeteilt, der Kremlchef habe einem Treffen mit Selenskyj zugestimmt. Moskau sprach anschließend lediglich von der Bereitschaft, die bisherigen bilateralen Friedensgespräche auf eine höhere Ebene zu bringen.
Aus russischer Sicht könne ein Gipfeltreffen der Präsidenten allenfalls am Ende eines Verhandlungsprozesses stehen, wenn es um die Unterzeichnung einer Vereinbarung gehe. Die Ukraine und ihre Verbündeten werfen dem Kreml Verzögerungstaktik vor.
Bereits zuvor hatte sich Außenminister Johann Wadephul ähnlich geäußert und Moskaus Verhandlungsbereitschaft in Zweifel gezogen. "Ich habe allergrößte Zweifel, dass es in absehbarer Zeit überhaupt zu Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine kommt", sagte er am Mittwoch(27. August) dem Nachrichtenmagazin "Focus".
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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