Konflikt um Arktisinsel

Macrons Zeichen Richtung Washington: Frankreich möchte NATO-Übung auf Grönland

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von Christopher Schmitt

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Davos-Gipfel: Trump sorgt für Anspannung

Videoclip • 03:19 Min • Ab 12


Bereits in der vergangenen Woche gab es eine Erkundungsmission internationaler Soldat:innen auf Grönland. Nun fordert Frankreich eine NATO-Übung – am Tag von Trumps Rede in Davos.

Während die Welt gebannt nach Davos blickt, wo sich US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum auch zum Grönland-Konflikt äußern wird, will Paris offenbar ein Zeichen setzen.

Wie am Mittwochmorgen (21. Januar) aus Élysée-Kreisen bekannt wurde, möchte Frankreich eine NATO-Übung auf Grönland durchführen. Deutschlands Nachbar ist bereit, einen entsprechenden Beitrag zu leisten, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Man nehme die Sicherheit der Arktisregion ernst.

Zuletzt hatte Dänemark die NATO um eine dauerhafte Präsenz auf der größten Insel der Welt gebeten. Laut Regierungschefin Mette Frederiksen könnten die in der Ostsee sowie im Baltikum stationierten Truppen als Vorbild dienen, berichtete die Nachrichtenagentur Ritzau. Zuvor hatte Dänemark gemeinsam mit Grönland eine NATO-Mission in der Arktis vorgeschlagen.

Erkundungsmission mit internationalen Soldat:innen

Ebenso wie Deutschland hatte auch Frankreich in der vergangenen Woche Soldat:innen für eine mehrtägige Erkundungsmission nach Grönland geschickt. Eine Mission des Bündnisses gab es bislang nicht.

Aus dem Weißen Haus waren zuletzt deutlich verschärfte Töne zu hören, Trump hatte an seinem Anspruch auf Grönland keinen Zweifel gelassen. Auf die Solidarität europäischer NATO-Länder reagierte er mit Zoll-Drohungen: Ab dem 1. Februar sollen Strafzölle gelten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den USA am Dienstag (20. Januar) in Davos in Bezug auf Grönland "neuen Kolonialismus" und eine versuchte Schwächung Europas vorgeworfen.


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

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