:newstime-Spezial "Wo steht Deutschland?"
Lindner im :newstime-Interview zur Migrationsdebatte: Ohne Lösung macht man "nur die Ränder stark"
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
:newstime Spezial: "Wo steht Deutschland?" mit Christian Lindner
Videoclip • 13:59 Min • Ab 12
Haushaltsentwurf, Migrationsstreit zwischen der Ampel und der Union, die schwachen Wahlergebnisse im Osten - all diese Themen belasten die Bundesregierung. Deren Finanzchef Lindner beantwortet im :newstime-Spezial "Wo steht Deutschland?" Fragen zu diesen und weiteren Themen.
Es war ein zähes Ringen der Bundesregierung, doch jetzt wird über den mühsam ausgehandelten Haushaltsentwurf für 2025 im Bundestag debattiert. Besonders ein Ampel-Politiker stand während der monatelangen Diskussionen rund um das Thema oft in den Schlagzeilen: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).
Neben dem Haushaltsstreit belasten auch die schwachen Wahlergebnisse der Koalition bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen die Ampel zusätzlich. Dennoch hält Lindner weiterhin an der Koalition mit den Grünen und der SPD fest. Auch der jüngste Migrationsstreit zwischen der Bundesregierung und der Union birgt Zündstoff - doch Lindner hofft auf einen Kompromiss.
Könnte es noch zu einem Ampel-Aus kommen? Ist die Kritik der Opposition am Haushaltsentwurf für 2025 berechtigt? Und warum braucht es einen Migrations-Gipfel mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), CDU-Chef Friedrich Merz und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne)? Diese und weitere Themen beantwortete Finanzminister Lindner am Donnerstag (12. September) im :newstime-Interview.
Lindner fordert Zusammenarbeit in der Migrationsdebatte
Mit Blick auf dasgescheiterte Migrationstreffen zwischen der Ampel, der Union und den Ländern sprach der FDP-Chef von einer möglichen "taktischen Fehleinschätzung" der Unionsparteien. Dennoch sei er dafür, ihnen "den Weg zurück möglichst zu erleichtern".
Das Problem der "illegalen Einwanderung in unseren Sozialstaat" müsse mit den "staatstragenden Parteien" gelöst werden, fügte Lindner hinzu. "CDU, CSU, SPD, Grüne und FDP - von den fünf Parteien gewinnt keine mit dem Thema Migration, wenn es nicht gelöst wird", so der Finanzminister. "Wir machen nur die Ränder stark, jenes Bündnis Wagenknecht und die AfD - und das ist eine große Gefahr."
Lindner zu Wahlergebnissen im Osten: "Trage die Verantwortung"
Auf die Frage, ob die Ampel oder er selbst der Grund für die schlechten Wahlergebnisse seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen sei, antwortete der FDP-Chef: "Ich bin seit über zehn Jahren Parteivorsitzender und deshalb trage ich die Verantwortung für die Entwicklung meiner Partei."
Mit Blick auf die kommenden Landtagswahlen in Brandenburg versicherte der Minister, dass sich seine Partei weiter gegen Freiheitsbeschränkungen einsetzen werde. Die Menschen in Ostdeutschland hätten "ein sehr feines Gespür für Freiheitseinschränkungen“ und erwarteten, dass die FDP "sich einsetzt für diese Freiheit".
Externer Inhalt
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.
Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.
Mehr News und Videos

Digitale Panne?
Falscher Epstein-Todestag in Akten entdeckt – Spekulation gehen viral

Cybersicherheit
Über eine Milliarde Android-Smartphones könnten zum Risiko werden

Britische Royals
William und Kate "zutiefst besorgt" über Epstein-Files

Film-Fieber
Berlinale 2026: So ergatterst du die begehrten Karten

Termine
Landtagswahl 2026: In diesen Bundesländern wird gewählt

Baden-Württemberg
Wahl-O-Mat: Was du über das Tool wissen musst

Ausfälle im Bahnverkehr
Nach Zugunglücken: Spaniens Lokführer streiken

Erste Bilanz
Grundrente: Wer die Leistung bekommt und wie hoch sie im Schnitt ist

Tarifkonflikt
Erneuter Warnstreik: München, Nürnberg und Bayreuth betroffen