Erneuter Vorfall
Abschuss über Lettland: NATO-Jets holen Drohne vom Himmel
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Deshalb greift die Ukraine Wildberries an (7. August)
Videoclip • 01:34 Min • Ab 12
Im Luftraum des NATO-Staats Lettland wurde eine ausländische Drohne identifiziert. Eurofighter stiegen auf. War es erneut eine ukrainische Drohne auf dem Weg nach Russland?
Am frühen Freitagmorgen (14. August) ist es über der lettischen Region Balvi zu einem spektakulären Militäreinsatz gekommen: Italienische Eurofighter-Kampfjets schossen eine ausländische Drohne ab, die zuvor in den Luftraum des baltischen NATO-Staates eingedrungen war.
Die lettischen Streitkräfte hatten zuvor Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung eindringlich aufgefordert, Schutz zu suchen und sich nicht im Freien aufzuhalten.
Nach dem erfolgreichen Abschuss durch die NATO-Jets gab das lettische Militär über die Plattform X Entwarnung. Die Armee äußerte sich zunächst zurückhaltend zur genauen Herkunft des unbemannten Fluggeräts, sprach jedoch von einer ausländischen Drohne, die durch russische elektronische Kampfführung in lettisches Territorium geraten sei.
Diese Einschätzung legt nahe, dass es sich möglicherweise um eine fehlgeleitete ukrainische Drohne gehandelt haben könnte – zumal Kiew nach Angaben des lettischen Rundfunks in derselben Nacht Angriffe auf Ziele im Nordwesten Russlands geflogen hatte.
Auch in den News:
Der Zwischenfall reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Vorfälle: Bereits Anfang Juni hatten NATO-Kampfjets über Lettland eine vom Kurs abgekommene Drohne abgeschossen. Der EU- und NATO-Staat mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohner:innen, der im Osten direkt an Russland grenzt, hat seit Beginn des Ukraine-Krieges wiederholt mit fehlgeleiteten ukrainischen Drohnen zu kämpfen. Diese waren bei Angriffen auf Ziele im Nordwesten Russlands vom Kurs abgekommen, in lettischen Luftraum eingedrungen und abgestürzt.
Die wiederholten Drohnenvorfälle hatten in Lettland erhebliche politische Konsequenzen: Sie lösten eine Regierungskrise aus und führten zu einem Regierungswechsel. Die neue Regierung reagierte prompt und schloss kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Mai ein Abkommen mit der Ukraine über eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr.
Die Luftraumüberwachung der drei baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland, die selbst keine eigenen Kampfjets besitzen, wird abwechselnd von größeren NATO-Partnern übernommen. Die italienischen Eurofighter, die nun die Drohne abschossen, sind auf dem Militärflughafen Siauliai in Litauen stationiert.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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