Erderwärmung
Klimagipfel in Brasilien: 56.000 Teilnehmende, aber keine Spur von den USA
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von dpaIn der riesigen Zeltstadt in Belém versammeln sich jeden Tag Zehntausende Menschen.
Bild: Fernando Llano/AP/dpa
Rekordbeteiligung aus Brasilien, aber ein auffälliges Fehlen der USA: Das UN-Klimatreffen in Belém beginnt mit deutlichen Gegensätzen.
Mehr als 56.000 Delegierte haben sich für eine persönliche Teilnahme an der Weltklimakonferenz in Brasilien angemeldet – damit ist das inzwischen 30. derartige UN-Treffen eins der größten überhaupt. Dies berichten die Klima-Fachjournalisten von "Carbon Brief", die vorläufige Delegiertenlisten ausgewertet haben.
Die USA fehlen erstmals seit 30 Jahren. Die Amerikaner gehören damit dieses Mal zu den ganz wenigen Staaten, die keine Delegation entsenden. Daneben sind dies laut "Carbon Brief" nur noch Afghanistan, Myanmar und San Marino.
Den vorläufigen Zahlen zufolge haben 193 Länder plus die Europäische Union eine Delegation für die COP30 in der Millionenstadt Belém angemeldet. Die größte Abordnung kommt aus dem Gastgeberland Brasilien, mit 3.805 angemeldeten Menschen. Es folgen: China, Nigeria, Indonesien und die Demokratische Republik Kongo.
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In Dubai war das größte Treffen
Bei den jüngsten COPs lag die endgültige Teilnehmerzahl um mindestens 10.000 niedriger. In dem Fall würde die COP30 nicht auf dem zweiten, sondern auf dem vierten Platz der größten Konferenzen landen. Die mit Abstand größte UN-Klimakonferenz war die in 2023 in Dubai, mit mehr als 80.000 Teilnehmern.
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