Im Ukraine-Krieg
Kim Jong Un sichert Russland "bedingungslose" Unterstützung zu
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von Franziska HursachDer russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Machthaber Kim Jong Un bei einem Besuch in Nordkorea getroffen.
Bild: Uncredited/KCNA/KNS/dpa
Beim Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow in Wonsan bekräftigt Kim Jong Un seine uneingeschränkte Unterstützung für den russischen Krieg in der Ukraine. Auch ein neues Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin ist bereits geplant.
Das Wichtigste in Kürze
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow erneut seine bedingungslose Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine zugesichert.
Medienberichten zufolge plant Nordkorea, bis zu 30.000 zusätzliche Soldat:innen zu entsenden - im Gegenzug winken russische Hilfen und technische Unterstützung.
Beide Länder wollen ihre Kooperation durch ein weiteres Gipfeltreffen auf höchster Ebene weiter ausbauen.
Bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seine volle Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine erklärt. Wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, betonte Kim, man teile "in allen strategischen Fragen die gleichen Ansichten" und werde "die von der russischen Führung getroffenen Maßnahmen zur Beseitigung der Ursachen der Ukraine-Krise (…) auch in Zukunft bedingungslos unterstützen".
Das Gespräch zwischen Kim und Lawrow fand in der Küstenstadt Wonsan statt, wo Kim kürzlich die Eröffnung eines neuen Ferienresorts gefeiert hatte.
Tausende nordkoreanische Soldaten bereits im Einsatz
Die militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten war bereits im Sommer 2024 bei einem Besuch von Präsident Wladimir Putin in Nordkorea in einem strategischen Partnerschaftsabkommen festgeschrieben worden. Darin sichern sich die Länder gegenseitigen Beistand zu, falls eines von ihnen angegriffen wird.
Schon zuvor hatte Kim Waffen zur Unterstützung der russischen Invasion geliefert. In der Folge beteiligte sich Nordkorea laut Geheimdienstangaben sogar direkt am Kriegsgeschehen: Bis zu 14.000 nordkoreanische Soldat:innen sollen demnach bei Kämpfen im russischen Grenzgebiet Kursk im Einsatz gewesen sein, um Gebiete zurückzuerobern, die zuvor bei einem ukrainischen Gegenangriff verloren gegangen waren.
Nordkorea plant wohl weitere Truppenentsendung
Laut Medienberichten, die sich auf eine Einschätzung des ukrainischen Geheimdienstes berufen, könnte Nordkorea bald erneut nachlegen - mit bis zu 30.000 weiteren Soldat:innen. Als Gegenleistung für diese Militärhilfe soll Russland nicht nur Geld und Nahrungsmittel bereitstellen, sondern sich auch an derWeiterentwicklung nordkoreanischer Raketenprogramme beteiligen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.
Russland und Nordkorea wollen ihre strategische Zusammenarbeit weiter vertiefen. Wie russische Nachrichtenagenturen berichten, kündigte Lawrow bei dem Treffen ein baldiges weiteres Gipfeltreffen der Staatschefs an. Kremlchef Wladimir Putin setze "auf die Fortsetzung direkter Kontakte mit Ihnen in allernächster Zeit", so Lawrow. Zudem übermittelte er im Namen Putins "herzliche Grüße" und bekräftigte Russlands Verpflichtung gegenüber allen bisherigen Vereinbarungen mit Nordkorea.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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