Politik
Keir Starmer kündigt Rücktritt an: Labour-Partei vor entscheidender Phase
Veröffentlicht:
von Jonas Bellermann:newstime
Starmer tritt zurück
Videoclip • 01:19 Min • Ab 12
Nach massiver Kritik aus den eigenen Reihen zieht Keir Starmer Konsequenzen. Der britische Premier kündigt seinen Rückzug als Labour-Chef an – und spricht ungewöhnlich emotional über Verantwortung und Familie.
Der britische Premierminister Keir Starmer hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der Labour-Partei angekündigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, habe der 63-Jährige die Entscheidung am Montag (22. Juni) vor seinem Amtssitz in der Downing Street 10 in London öffentlich gemacht.
In einer Ansprache erklärte Starmer, jede seiner Entscheidungen habe dem Ziel gedient, das Land an erste Stelle zu setzen. Bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gewählt sei, wolle er jedoch weiterhin als Regierungschef im Amt bleiben.
Der Schritt kam nach wachsendem Druck aus den eigenen Reihen. Laut dpa hat es zuletzt zunehmend Kritik an Starmers Führungsstil und anhaltend schwachen Umfragewerten gegeben. Besonders eine deutliche Niederlage bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Mai habe die parteiinterne Krise verschärft. Innerhalb der Labour-Partei seien Stimmen lauter geworden, die einen personellen Neuanfang forderten.
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Zum Ende seiner Rede zeigte sich Starmer sichtlich bewegt. Seine Frau bezeichnete er als seinen "Fels in der Brandung", wie die dpa weiter meldet. Zugleich verwies er auf Erfolge seiner Regierungszeit. So seien die Löhne schneller gestiegen als die Inflation, sagte Starmer demnach. Er habe stets versucht, Stabilität und wirtschaftliche Verbesserung für die Bevölkerung zu erreichen.
Wer die Labour-Partei künftig führen könnte, ist offen. Als möglicher Nachfolger werde laut dpa Andy Burnham gehandelt. Der 56-Jährige hat erst vor wenigen Tagen einen Sitz im britischen Parlament gewonnen.
Starmer selbst steht seit 2020 an der Spitze der Partei und führte Labour mit dem Wahlsieg 2024 nach 14 Jahren in der Opposition zurück an die Macht. Sein angekündigter Rückzug markiert nun einen Wendepunkt für die britische Regierung und die größte Oppositions- und Regierungspartei des Landes.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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