Außenminister entschuldigt sich
Israels Armee bestätigt: Jesus-Statue durch Soldat im Libanon beschädigt
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Waffenruhe zwischen Israel und Libanon (17. April)
Videoclip • 01:34 Min • Ab 12
Nach Angaben der israelischen Armee hat ein Soldat der Streitkräfte auf eine Jesus-Statue im Libanon eingeschlagen. Nun sollen "angemessene Maßnahmen" folgen.
Die israelische Armee hat bestätigt, dass ein Soldat der Streitkräfte im Südlibanon ein christliches Symbol beschädigt haben soll. Wie das Militär am Sonntagabend (19. April) auf der Plattform X mitteilte, nehme man den Vorfall "äußerst ernst". Das Verhalten des Soldaten sei demnach in keiner Weise mit den Werten vereinbar, die von Angehörigen der Israeli Defense Forces (IDF) erwartet würden.
Auslöser der Reaktionen war ein von der Armee selbst veröffentlichtes Foto. Es zeigt einen Mann in israelischer Uniform, der mit einem Hammer auf eine Jesusfigur einschlägt, die von einem Holzkreuz gefallen ist.
Nach einer ersten Untersuchung habe sich herausgestellt, dass es sich bei der abgebildeten Person um einen Soldaten im Einsatzgebiet Südlibanon handle, erklärte das Militär weiter. Gegen die Beteiligten würden nun "angemessene Maßnahmen" ergriffen.
Zudem wolle die Armee die betroffene Gemeinde bei der Wiederherstellung des beschädigten Kruzifixes unterstützen. Der Hintergrund ist sensibel: Rund ein Drittel der libanesischen Bevölkerung gehört dem Christentum an.
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Außenminister bittet um Entschuldigung
Auch die israelische Regierung reagierte. Außenminister Gideon Saar entschuldigte sich öffentlich bei allen Christen, deren religiöse Gefühle verletzt worden seien. Er sprach von einer "beschämenden Handlung", die den Grundwerten Israels widerspreche. Israel sei ein Staat, der religiöse Vielfalt respektiere und Toleranz zwischen den Glaubensrichtungen hochhalte, schrieb Saar auf X. Er zeigte sich überzeugt, dass gegen die Verantwortlichen strenge Konsequenzen folgen würden, nannte jedoch zunächst keine Details.
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Sicherheitslage im Grenzgebiet bleibt angespannt
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund der angespannten Sicherheitslage im Grenzgebiet. Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz verkündet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte anschließend, die Armee solle dennoch in einer "verstärkten Sicherheitszone" im Südlibanon präsent bleiben.
Das Militär betonte in seiner Stellungnahme, man arbeite dort an der Zerstörung der von der Hisbollah errichteten militärischen Infrastruktur. Es bestehe keinerlei Absicht, zivile Einrichtungen zu beschädigen – ausdrücklich auch keine religiösen Gebäude oder Symbole.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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