Kriminalität
Rattengift in Babykost: Kripo in Ingolstadt ermittelt
Veröffentlicht:
von Nicole Sauer17:30 SAT.1 Bayern
Rattengift in Babynahrung: Ermittlungen bei HiPP laufen
Videoclip • 23 Sek • Ab 12
Die Polizei in Österreich sucht nach einem möglicherweise mit Gift verseuchtem zweiten Glas mit Babynahrung. Jetzt werden Kindergärten und Pflegeheime kontaktiert. Ein Gutachten soll Fragen klären.
Suche nach vergiftetem Glas mit Babynahrung ausgeweitet
Die Polizei in Österreich hat die Suche nach einem möglicherweise vergifteten Glas mit Babynahrung ausgeweitet. "Wir setzen alle Hebel in Bewegung und haben nun auch Kontakt zu Kindergärten und Pflegeeinrichtungen aufgenommen", sagte eine Sprecherin der Polizei im Bundesland Burgenland.
Am Wochenende war ein mit Rattengift verseuchtes Glas "Karotten mit Kartoffeln" 190 Gramm der Firma Hipp im Burgenland sichergestellt worden. Zumindest zwei Gläser sollen in dieser Region in Umlauf gebracht worden sein.
Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hatte am Samstag von einem mutmaßlichen Erpressungsversuch geschrieben. Sie strich diesen Hinweis später aus ihrer Pressemitteilung. In Deutschland ermittelt die Kripo in Ingolstadt. Deutschland ist laut Polizeipräsidium Oberbayern Nord aber nicht betroffen.
Gutachten soll Dosis von Rattengift bestimmen
Die Staatsanwaltschaft in Österreich ermittelt nach eigenen Aussagen wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung". Nach dem vorläufigen toxikologischen Gutachten, bei dem Rattengift im sichergestellten Glas festgestellt worden war, erfolge eine genauere Untersuchung. Dabei werde es um die Dosis gehen und wie gefährlich das Rattengift beim Verzehr gewesen wäre, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Burgenland.
Laut Polizei wären manipulierte Gläser an einem beschädigten Deckel oder am Fehlen des Plopp-Lauts beim Öffnen erkennbar. Zudem sollen die manipulierten Gläser einen weißen Aufkleber mit rotem Ring am Glasboden haben.
Auch Tschechien und Slowakei betroffen
Produkte und Vertriebswege in Deutschland oder anderen europäischen Ländern, die nicht Bestandteil der Ermittlungen sind, seien nicht betroffen, sagte am Wochenende Hipp-Sprecher Clemens Preysing der Deutschen Presse-Agentur.
Er bestätigte, dass außer in Österreich mit Rattengift verseuchte manipulierte Gläschen auch in Tschechien und der Slowakei aufgetaucht seien. Die Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hätten vorsorglich alle Hipp-Gläschen aus dem Verkauf genommen, sagte der Hipp-Sprecher. Er sprach von einem "einen externen kriminellen Eingriff." "Der Vorfall steht in keinem Zusammenhang mit Produktqualität oder Herstellung", betonte er.
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Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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