Kein baldiger Frieden in Sicht
Iran-Krieg: Trump lehnt Feuerpause ab – weitere US-Truppen in den Nahen Osten verlegt
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von Max Strumberger:newstime
Trump: Ölinsel Irans angegriffen
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
US-Präsident Trump hat sich gegen eine Feuerpause ausgesprochen. Gleichzeitig schickt das Pentagon weitere US-Soldaten in den Nahen Osten – ein Anzeichen für eine bevorstehende Bodenoffensive?
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Donald Trump lehnt im Konflikt mit dem Iran jede Feuerpause ab.
Er spricht sich offen gegen eine Waffenruhe aus, während die US-Streitkräfte ihre Präsenz im Nahen Osten ausbauen.
Die Anzeichen für eine bevorstehende US-Bodenoffensive verdichten sich.
US-Präsident Donald Trump lehnt eine Feuerpause ab. "Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe", sagt Trump vor Journalisten. "Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet." Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Statt einer Waffenruhe stehen die Zeichen eher auf einer weiteren Eskalation.
Das US-Militär verlegt Insidern zufolge gerade Tausende zusätzliche Marineinfanteristen und Seeleute in den Nahen Osten. Dies sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Wahrung der Anonymität. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließen die Informanten offen. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium nahmen zu den Informationen zunächst nicht Stellung. Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist auch drei Wochen nach Beginn kein Ende in Sicht. Der Iran griff am Freitag eine Ölraffinerie in Kuwait an, während Israel in Teheran einen Sprecher der iranischen Revolutionsgarden tötete.
USA wollen offenbar Öl-Insel Kharg besetzen
Einem Bericht des Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf vier Insider zufolge erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Charg zu besetzen oder zu blockieren. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag auf entsprechende Berichte angesprochen: "Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Donnerstag ohne weitere Erläuterungen, ein Sturz der iranischen Regierung erfordere eine "Bodenoffensive".
Den Insidern zufolge umfasst die geplante Verlegung das amphibische Angriffsschiff USS Boxer, die dazugehörige Marine-Expeditionseinheit (MEU) sowie ein begleitendes Kriegsschiff. Einem der Insider zufolge verlassen die Truppen die Westküste der USA etwa drei Wochen früher als geplant. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund früherer Reuters-Berichte, wonach Trump die Entsendung Tausender Soldaten erwägt, um die Militäroperation im Nahen Osten zu verstärken.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur Reuters
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