Ukraine-Krieg
"Ihr hattet eure Chancen": Putin-Minister Lawrow mit harter EU-Ansage
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von dpa:newstime
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Der russische Außenminister Lawrow wirft Berlin und Paris vor, ihre Rolle als Vermittler im Ukraine-Konflikt verpasst zu haben. Moskau setzt auf andere Vermittler – und erwartet eine Info von den USA.
Das Wichtigste in Kürze
Russlands Außenminister Lawrow wirft Deutschland und anderen EU-Staaten vor, ihre Chance zur Konfliktlösung in der Ukraine verspielt zu haben.
Stattdessen setze Moskau nun auf andere Vermittler.
Von Washington erwartet Russland eine überarbeitete Fassung des vorgeschlagenen Friedensplans.
Deutschland und andere europäische Staaten haben aus Moskauer Sicht ihre Gelegenheit verspielt, an einer Lösung für den Ukraine-Konflikt mitzuwirken. "Ihr hattet eure Chancen, Leute", sagte Außenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge. "Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan", führte er mit Bezug auf das Minsker Abkommen aus.
Die Minsker Friedensverhandlungen waren ein diplomatischer Prozess zur Befriedung des Konflikts im Osten der Ukraine, der im Jahr 2014 begann. Die unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs geschlossenen Abkommen von 2014 und 2015 sahen unter anderem eine Autonomie für den Donbass vor.
Jetzt könne von einer Vermittlung Deutschlands und Frankreichs keine Rede mehr sein, sagte Lawrow. Unter den Vermittlern schätze Moskau die Positionen von Belarus, die Türkei und Ungarn. Außerdem die USA, die "im Unterschied zu London, Brüssel, Paris, Berlin" die Initiative ergreife, um Lösungswege zu finden.
Moskau erwartet überarbeitete Version des Friedensplans
Zu den Verhandlungen über einen zunächst von den USA vorgeschlagenen Plan zur Beendigung des seit inzwischen fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs äußerte sich Lawrow knapp. "Wir erwarten, dass die USA uns informieren, wenn sie ihre Beratungen mit dem ukrainischen Regime und mit den Europäern abgeschlossen sehen", sagte er.
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